Gamification ist in aller Munde. Der “Verspielung” von Inhalten werden große Potentiale nachgesagt. Wir sind ein paar Fragen nachgegangen:
Was können Spiele besser als andere Medienformen? Warum verwenden Firmen Gamification? Was sind die grundlegenden Mechaniken hinter der Gamification von Inhalten? Wie wird Gamification in Kampagnen integriert? Antworten auf diese Fragen und einen Einstieg die Thematik finden sich in folgenden Slides:
Immer mehr Kanäle hat die Unternehmenskommunikation zu bespielen, und immer öfter stellt sich die Frage: Welche Inhalte posten oder verschicke ich jetzt an welche Zielgruppe in welchem Kanal? Oder schlimmer noch: Hab ich überhaupt was zu sagen, oder zu zeigen?
Das ist der richtige Moment, sich über eine Contentstrategie Gedanken zu machen. Ganz speziell im B2B Bereich. Mehr dazu in den Slides zum heutigen Vortrag auf der “Social Media goes Business” vom Business Circle in Wien:
“The Medium is the Message” lautete Medienphilosoph Marshall McLuhans Ansage in den 1960ern und seitdem ist der Satz im Medienhalbwissen der breiten Masse verankert. McLuhans Aussage ist allerdings etwas differenzierter zu interpretieren, eigentlich meinte er damit, dass jedes neue Medium die Gesellschaft stärker verändert als die einzelnen Inhalte. Das “Was” tritt also hinter das “Wie” zurück.
Nun beginnen wir gerade, das “Wie” des Internets zu verstehen; holt uns schon das nächste “Wie” ein, besser gesagt ein “Meta-Wie”: Wie lässt sich das Internet mit dem Fernsehen verknüpfen? Werden die beiden womöglich bald eins? Ab dem heutigem Tag gibt es ein neues TV Format, dass sich auf verschiedenen Ebenen mit dem Web auseinander setzt und diese versucht zu verschmelzen: “Late Wide Web” mit Katrin Bauerfeind, ab sofort immer donnerstags, 23.15 Uhr, SWR.
Was & Wer?
Hauptdarsteller der Sendung wird, neben Katrin Bauerfeind, die Internetkultur sein. Bedeutet, dass dort besprochen wird, was sich so unter tags in unser aller Facebook & Twitterstreams ansammelt: kuriose Websites, Videos, “Webaktionen”. Ich ergänze mal “Memes” – und offensichtlich viel Catcontent. Gefühlsmäßig sehe ich eine Lean-Back-TV-Variante von buzzfeed.com oder Knowyourmeme.com vor mir. (Achja, mehr oder weniger internetaffine Gäste gibt’s auch.) Das kann furchtbar werden. Aber ich vertraue da mal auf die Moderatorin, die ihre ersten großen Moderationserfolge ja bei Ehrensenf, einem Web-TV-Format feierte. Und daher wohl kaum vom Internet spricht wie ein Blinder von der Farbe – oder, vielleicht ein passenderer Vergleich, wie ein Printjournalist übers Fernsehen. Nebenbei hat Katrin Bauerfeind übrigens noch das Harald-Schmidt-Sidekick gegeben; dennoch ist sie in Österreich eher noch ein Insidertipp als der breiten Masse bekannt. Was sich hoffentlich bald ändern wird; wir Ösis haben nämlich besseres verdient als Mirjam Weichselbraun und Vera Russwurm.
(Quelle: SWR)
Für wen?
Die Sendung wird vorproduziert – aber wenn schon nicht live, dann zumindest doch im Livestream. Somit also hat der SWR ein Zeichen der Inklusion für Fernsehverweigerer, Timeshifter, Österreicher und andere Menschen mit besonderen Bedürfnissen gesetzt.
Besonders ist das Format auf jeden Fall, nicht zuletzt für den SWR, dann wie SWR-Distributionsmanager Gudio Buelow am Telefon eingestand: Das Format ist jenseits der SWR Zielgruppe und würde eher zum Publikum EinsPlus oder ZDF neo passen also zum Regionalprogramm SWR.
Wie?
Magische Kanäle bespielt “Late Wide Web” viele: 1. TV: Donnerstags, SWR, 23.15 Uhr 2. Livestream:SWR.de (auch mobile-kompatibel) 3. Twitter: #lww – und für Insiderwissen @fraubauerfeind und @guidobuelow 3.a Teletwitter! Ein Spezialfeature der ARD und Konsorten: Auf Teletext-Tafel 777 können die besten Tweets zur Sendung mitgelesen werden!
4. Social TV. Ganz ausdefiniert ist der Begriff ja noch nicht. Für mich bedeutet Social TV einen Rückkanal zu einem linearen Bewegtbild, egal auf welchem Device oder Kanal.
Da die Sendung nicht live ist, wird die Interaktion also vor allem unter den Usern stattfinden – und in Form von Content Curation auf SWR.de abgebildet weden, genauer gesagt hier.
Womit?
Dazu wird das Live-Blogging Service ScribbleLive.com verwendet; das laut Guido Bülow bei allen ARD-Formaten mit Social TV-Ambitionen im Einsatz ist. Late Wide Web wird als eine Filter Bubble, die einerseits das TV Publikum im Lean Back-Modus und anderseits die ADHS-Kids im Lean Forward Modus bedient – die sowieso gleich am Second Screen die Links aus der Sendung gesucht und geshared hätten.
Wie diese Kanäle zusammenspielen, nicht zuletzt, weil die Sendung nicht live ist, darf man gespannt abwarten. Meiner eigenen Erfahrung nach ist den Usern aber das Interagieren miteinander oft wichtiger als das Interagieren mit der Redaktion. Guido Bülow, dessen Funktion “Distributionsmanager” den Auftrag “Social TV” inkludiert, hofft auf jeden Fall auf lustige Tweets, ist aber vor allem mal gespannt, wie sich die User einbringen – denn konkrete Vorstellungen hat man sich im Vorfeld noch keine gemacht.”
Für jene, die ebenfalls mit Social TV zu tun haben, aber vielleicht auch etwas für Liveevents suche, noch ein paar Details zu ScribbleLive.com: Das Service kann neben dem obligatorischen Twitterfeed auch Email, Voice Mail und Text Messages einbinden, ganz zu schweigen von Facebook Updates – das größte Manko vieler Tools. Einschränkungen gibt es hier anscheinend nur durch die Privacy Settings der User. Wer Blut geleckt hat, möge sich für das Free Trial auf der Website anmelden. Und zur Freude der Social Media ManagerInnen hier: ScribbleLive verfügt in der Pro-Version auch über Statistik-Auswertungen und Archivfunktion.
Wann?
Start: Donnerstag, 7. März 2013, SWR, 23.15 Uhr
Nun denn, wir lesen uns dann heute abend online. #lww
PS: Ich bin nicht Woody Allen. Wer Marshall McLuhans Theorien diskutieren will, hat in mir leider keine geeignete Ansprechpartnerin gefunden. Aber es gibt sicher einschlägige Selbsthilfegruppe zu diesem Behufe.
Mit einiger Verwunderung habe ich heute das Presseclipping eines Artikels aus dem Branchenmagazin “Key Account” (Agrarverlag) gelesen. Unter dem Titel “Treudoof war gestern” (unter gleichem Titel gab es übrigens letztes Jahr einen Artikel im brand eins ) steht da zu lesen:
Rote Karte für Gösser-Agentur Digital Affairs. Negativbeispiel Gösser: Mit derben Sprüchen wie Zeig der Zilli deinen Willi”, Scharfe Kanten, heiße Tanten” oder Husch’ Wusch, mit der Uschi” wollten die Agentur Digital Affairs das Publikum in die Gösser Fan-Arena nach Schladming locken. Doch die Sache ging in die Hose.
Was soll ich dazu sagen? Mir fällt nichts ein, außer:
Nein. Nein & Nein. Und nochmals Nein.
Nein, wir sind nicht die “Gösser-Agentur”. Nein, wir wollten nicht das Publikum mit derben Sprüchen in die Gösser Fan-Arena nach Schladming locken. Nein, solche Fehler dürfen nicht passieren. Auch nicht in der Hektik, und auch nicht im Branchenjournalismus. Wenn man jemanden ans Bein pinkelt, sollte man schauen, dass man das richtige Bein trifft.
Kurz zur Vorgeschichte: Eine PR Agentur hat sich für die Partys in der Gösser Fan-Arena einige pseudolustige, derbe Eventtitel einfallen lassen. Diese wurden genau zur Zeit der #Aufschrei-Debatte öffentlich und dementsprechend auf Twitter und in den Medien rezipiert. Die Futurezone hat mich zu dieser Geschichte um meine Meinung gefragt; hier der Artikel dazu.
Offensichtlich hat die Google Recherche bei der Suche nach den Schuldigen unseren Namen ausgespuckt. Der Artikel dazu wurde wohl dann nicht mehr gelesen.
Mittlerweile wurde von “Key Account” eine Richtigstellung veröffentlicht:
Nachsatz: Und nein, wir erstellen keine Aprés-Ski-Partykonzepte.
“Only bad news are good news” lautet ein Bonmot in der Medienbranche – oder ist es gar deren wichtigste Regel? Denn über den altbekannten “Sack Reis, der in China umfällt” will ja niemand lesen müssen, wie man den Onlineforen der Tageszeitungen immer wieder entnehmen kann. Dieses Mindset der Medienproduktion und Medienkonsumation führt zu einem sehr krisenzentrierten Kommunkationsverhalten – und durch das Social Web wird dies durch Millionen neuer “Produser” verstärkt.
Längst hat sich die Bezeichnung “Shitstorm” für diese “kreisenden Erregungen” in der Kommunikation durchgesetzt und jeder in der Kommunikationsbranche weiß: wenn erst mal Feuer am Dach ist, kann alles ganz schnell gehen – und plötzlich befindet man sich mitten in einer Krise. Durch das Social Web und die zunehmende Kommunikation und Meinungsbildung auf diesen Plattformen ist ein Krisenplan mittlerweile für kein Unternehmen/ keine NGO/NPO mehr vernachlässigbar. Die neuen Medien als Teil der der Integrierten Kommunikation bedeuten Kontrollverlust für die Unternehmen, die mit Usern/Kunden konfrontiert sind, die plötzlich zurückreden – und das nicht immer positiv.
Für alle, die es jetzt schon kaum mehr erwarten können – hier unser Whitepaper zur Krisenkommunikation zum Durchblättern:
Was tun?
Viel wurde bereits zum Thema Krisenkommunikation gesagt und veröffentlicht: großartige Bücher wie “Die Mechanismen der Skandalisierung”, Blogposts, Shitstorm Skalen, How to treat a troll-Manuals; ebenso wurden Best-Practice & Worst Practice Beispiele bis zur Legendenbildung herunter gebetet. Doch jede Krise ist anders. Und nur eine gründliche Vorbereitung hilft im Ernstfall, wo es vor allem darum geht, Zeit zu gewinnen. Daher ist der erste Schritt, sich zu informieren und sich folgende Fragen zu stellen:
I. Was hilft? Erstinformation/Erste Hilfe
Was kann ich schon mal vorbereiten? Kann im Ernstfall durch bereits vorbereitete Maßnahmen Zeit gespart werden, ist schon die größte Hürde genommen. Ob das Erstellen von Telefon- und Ablauflisten, Q&As oder konkreten technischen Vorbereitungen – oder einfach mal das Durchdenken möglicher “potentieller Krisen” – alles besser, als den Kopf in den Sand zu stecken.
II. Wer hilft?
Nutze ich inhouse-Ressourcen? Wer ist wann erreichbar? Wann ist die Krise groß genug, dass ich sie nicht mehr allein bewältigen kann? Welche Ressourcen bzw. welches Knowhow soll ein professioneller Partner mitbringen?
Na, zum Beispiel wir!
Wir, also der PR & Kommunikationsexperte Ecker und Partner gemeinsam mit Digital Affairs, arbeiten seit mehr als drei Jahren eng zusammen und haben mit unserem integrierten Ansatz viele gemeinsame KundInnen in schwierigen Situationen betreut. Und wir freuen uns über ein Email, einen Anruf, eine Kontaktanfrage auf der Plattform eures Vertrauens (Kontakt).
Unter anderem hat es unser Team schon mit folgenden Herausforderungen aufgenommen: