Die Macht des Social Web bei Kaufentscheidungen
Dass das Fernsehen nicht mehr den Platz inne hat, den es noch vor zehn Jahren hatte, zeigt sich nicht zuletzt in den Aktionen diverser Fernsehmacher auf das Ausbleiben der SeherInnen der jugendlichen Zielgruppe. Wie eine Studie von Fleishman-Hillard jetzt aufzeigt, ist – zumindest in Deutschland – das Fernsehen auch im Bereich der Kaufentscheidungen schon lange nicht mehr das führende Medium.
Wie in dem letzte Woche vorgelegten Digital Influence Index aufgezeigt wird, weist das Internet einen Indexwert von 52% auf, während das Fernsehen nur noch bei 17% rangiert.
Verwunderlich ist das nicht, schließlich erlaubt uns das Internet in seiner Ausformung des Social Web an Informationen zu gelangen, die uns noch vor einigen Jahren höchstens im Falle eines großen Bekanntenkreises zur Verfügung standen.
So nehmen bei den Produktgruppen die bevorzugt erst nach Recherche auf Foren oder Blogs gekauft werden, Elektronikprodukte den obersten Platz ein. Auch bei Entscheidungen, die die Gesundheit oder Kinder betreffen, ist das Social Web als Entscheidungshilfe die erste Anlaufstelle.

Bezeichnend ist dabei allerdings, dass laut Studie die Kommunikationsbudgets der Unternehmen die Bedeutung des Internets noch immer nicht reflektierten und Unternehmen weiterhin das Social Web mit Skepsis und dessen User mit einer gewissen Portion Angst betrachteten.
Früher oder später wird es sich jedoch kein Unternehmen leisten können, das Social Web zu ignorieren. Denn nur wer sich schon vorher starke Kommunikationskanäle im Web aufgebaut hat, wird entsprechend reagieren können wenn’s mal brenzlig wird.


