6
May.10

Google Facelift

Auch Altbewährtes will manchmal überarbeitet werden. Das hat sich wohl auch Google gedacht und darum die Darstellung der Suchresultate einem Facelift unterzogen. Allerdings sind die Änderungen nicht nur rein kosmetischer Natur, sondern sollen auch etwas mehr Struktur in die wohl schon etwas in die Jahre gekommene Darstellung der Suchergebnisse bringen.

Die offensichtlichste Änderung ist eine neue Seitenleiste. Dort kann schnell zwischen den generellen Suchergebnissen, Nachrichten, Blogs, Videos und anderen Kategorien hin und hergeschalten werden. Das sieht dann so aus:
google facelift

Zusätzlich erlaubt Google nicht nur das schnelle Wechseln zwischen Kategorien, sondern auch das noch genauere Eintauchen in die Suchergebnisse, abhängig davon in welcher Kategorie man sich gerade befindet. So kann zum Beispiel bei der Videosuche nach Länge, Qualität, der Option auf Untertitel oder auch der Videoplattform gefiltert werden.

Dass sich Google nun tatsächlich von seinem vormals spartanischen Seitendesign verabschiedet, ist nicht sonderlich überraschend. Wie auf dem offiziellen Google-Blog auch erwähnt, trägt dieses Update der Tatsache Rechnung, dass das Web mittlerweile einfach zu reich an diversesten Inhalten für diese einfache Art der Darstellung ist.

Das neue Design wird laut Google innerhalb der nächsten Tage auf allen 37 Sprachvarianten Googles zur Verfügung stehen.

14
Apr.10

Twitter kopiert Googles Geschäftsmodell

Reiner Kapeller

Der Internetdienst Twitter ist eines der Vorzeigeprodukt der Web 2.0 Generation. Trotzdem sahen viele das Unternehmen recht skeptisch, unter anderem weil sich mit dem Modell bisher kaum Geld verdienen ließ.

Nun hat Twitter nach der Einführung von “Twitter Contributors” Ende März einen weiteren Schritt in Richtung Kommerzialisierung vollzogen. Seit kurzem besteht für Kunden die Möglichkeit, Werbung auf der Social Media Plattform zu schalten.

“Promoted Tweets”, so der Name des neuen Service, soll in erster Linie als einfacher und unkonventioneller Dienst in Erinnerung bleiben. Dabei handelt es sich um herkömmliche “Tweets” von Unternehmen, die ihre Nachrichten einer großen Nutzergruppe zugänglich machen wollen. Zu den ersten Kunden zählen Firmen wie Best Buy, Red Bull, Sony, oder Starbucks.

Sichtbar werden die Werbeschaltungen vor allem bei der Suche auf Twitter Search. Hier wird darauf geachtet, dass die Anzeigen sinnvoll mit den Suchanfragen der User verknüpft und prominent platziert werden. Bisher gingen Aussendungen großer Firmen sehr schnell in den Unmengen an “Tweets” unter, durch den neuen Dienst sollen diese länger sichtbar bleiben und somit dauerhaft Aufmerksamkeit garantieren.

“Promoted Tweets” werden als solche klar ausgewiesen und behalten die Funktion regulärer “Tweets”, sprich sie können weitergeleitet, favorisiert und beantwortet werden. Um einer Überflutung durch Werbung entgegenzuwirken, wird immer nur ein “Promoted Tweet” einer Firma über die Suchanfrage angezeigt.

Twitter möchte im Gegenzug zu Facebook ein besseres Verständnis über die Akzeptanz von Werbung erhalten, und hat sich für einen auf den ersten Blick weniger aufdringlichen Weg als Facebook entschieden. Bei Erfolg plant das Unternehmen, die Werbemöglichkeiten auszuweiten und noch besser auf die User zuzuschneiden.

PS: Neues Twitter-Service für Journalisten

Schon etwas länger ist ein weiterer Twitter-Dienst erreichbar. Twittermedia richtet sich vor allem an Journalisten und Medienvertreter, die Twitter in Zukunft vermehrt als Recherche-Tool benützen wollen.

16
Mar.10

Facebook überholt Google

Das alte Match Microsoft gegen Apple, Microsoft gegen Google und Google gegen alle möglichen Google-Killer (zuletzt Wolfram Alpha) ist längst passe. Auch Google hat erkannt, dass der neue Gegner in der Facebook Zentrale sitzt. Immer mehr Surfer verwenden die Facebook-Suche als zentrales Eingabefeld, Persönliche Nachrichten auf Facebook gelten als zuverlässiger als Emails und selbst Google muss Facebook Pages in den eigenen Index aufnehmen. Google hat auf die neue Herasuforderung auch mit Buzz reagiert, das wohl vor allem dazu dient, dass jeder GMail-User sein Google Profil veröffentlicht und Google so die User mit ihren Profilen bei Twitter, Facebook, flckr, etc verknüpfen kann.

Hitwise gab jedenfalls diese Woche bekannt, dass Facebook Google letzte Woche bereits bei den Visits überholt hat. Das ganze ist sehr knapp und man kann ganz bestimmt über Methodik und Wahrheitsgehalt dieser Statistik diskutieren, aber letztlich geht es darum, eine eindeutige Tendenz aufzuzeigen. Und die heißt, dass es mittlerweile genügend User gibt, die ohne Google auskommen und sich nur auf Facebook verlassen.

Und in Österreich?

DIGITAL AFFAIRS erhebt täglich wie viele ÖsterreicherInnen bei Facebook registriert sind. Letzte Woche hat Facebook dabei die 1,8 Millionen Grenze geknackt und ein Ende des Booms ist noch nicht abzusehen. Facebook ist auch bei uns in allen Altersgruppen und allen Milieus angekommen und breit vertreten. Laut Alexa ist Google natürlich immer noch weit vor Facebook, aber auch hier zeichnet sich ein Shift zu Facebook ab.

Für Unternehmen heißt das also, dass wie in den 90ern die Homepage, eine Facebook Page natürlich mit entsprechender Nutzung als Kommunikationsplattform nahezu unverzichtbar geworden ist.

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