8
Jul.11

Google+ im Social Media Radar

Iwona Wisniewska

Ja, auch wir haben Notiz genommen, dass sich da ein Gigant in die Welt der sozialen Netzwerke gedrängt hat. Und weil wir süchtig sind nach Zahlen und Fakten gibt es ab jetzt auch ein Google+ Ranking in unserem SocialMediaRadar.

Gereiht werden die Profile nach der Anzahl ihrer Follower. Dabei sind Follower jene, die ein Profil in Circles geaddet haben. Friends sind jene, die ein Profil selber ge-circlet hat. Im Moment sind um die 250 Profile im Ranking, welches jedoch ständig erweitert wird. Solltet ihr euch selber nicht wieder finden, könnt ihr euch auch direkt mit der URL zu eurem Profil, das in etwa so aussieht: https://plus.google.com/1050430754184, hinzufügen. Das Ranking befindet sich noch im Aufbau und erhebt deshalb keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit.

Derzeit gibt es noch keine API für Google+ und viele haben noch überhaupt keinen Zugang. Ein Blick aufs Ranking untermauert die klassische Entwicklung moderner Web2.0 Dienste. Zuerst kommen die webaffinen, technikbegeisterten Early-Adopter. Wenn Google+ es schafft diese auch zu halten, kann sich daraus ein langfristig erfolgreicher Dienst entwickeln. Dann werden wir auch in diesem Ranking vor allem Promis, JournalistInnen und Medienpromis ganz vorne sehen. Twitter hat für diese Entwicklung circa drei Jahre gebraucht.

Wir freuen uns auf Euer Feedback und wünschen euch viel Spaß damit :)

4
Jul.11

google+ for business

Iwona Wisniewska

 

Brauch ich das für mein unternehmen?
Noch ist die Plattform in der Pre-Beta-Phase (also in einer semi-öffentlichen Testphase), daher ist die Reichweite noch nicht so groß. Aber grundsätzlich bietet Google schon eine beachtliche nationale wie internationale Userplattform – und diese User werden mehr oder weniger sanft von google apps, gmail, buzz und docs zu google+ weitergereicht.
Dass sie auch garantiert wiederkommen, dafür sorgt die neue Navigationsleiste, die auf allen google-Services am oberen Browserrand angezeigt wird:

 

Update 7. Juli 2011
Google hat ein Video veröffentlicht, in dem sie begründen, warum Unternehmen zur Zeit auf google+ noch nicht erwünscht sind und Profile von Unternehmen inaktiv gesetzt wurden:

Soll /Kann ich mir die URL meines Unternehmens schon reservieren?
Um die Vermeidung eines Evil Twins zu gewährleisten ist ein eigener Unternehmensaccount sicher von Vorteil. Wie man damit in weiterer Folge umgeht, ist aber noch nicht abzuschätzen. Um eine URL zu reservieren, reicht es ein Profil mit einer Gmail Adresse anzulegen, die den Unternehmensnahmen trägt. Im Falle von Digital Affairs wäre eine “digitalaffairs at gmail dot com” Adresse mit einer URL verbunden, die so aussieht: http://profiles.google.com/digitalaffairs. Diese URL ist momentan nur jene, die man im Google Profil verwendet und diese leitet auf google+ weiter. Es ist vorstellbar, dass sich auch das bald ändern wird und die Zahlenkombinationen aus den URL-Leisten verschwinden werden und stattdessen durch Namen ersetzt werden.
Update: Laut The Next Web wurde von google bereits zugesichert, dass in naher Zukunft Vanity URLs kommen werden. Wer nicht so lange warten will, kann sich mit dem Behelfstool gplus.to einstweilen eine Vanity URL basteln.

 

Gibt es Unternehmensseiten auf google+?
Noch gibt es für Unternehmen keine eigenen Seiten. Gerüchten zufolge plant Google aber diese bald einzuführen. Dabei weiß man aber leider weder wie diese aussehen werden noch welche Krtierien Unternehmen erfüllen müssen, um solch eine Page zu bekommen.
Da leider noch keine Details dazu bekannt sind, ist auch schwer hervorzusagen welchen Nutzen eine solche Page auf Google+ für den User als auch für das Unternehmen haben wird. Abzuwarten und zu hoffen ist, ob sich Google+ hier anders als Facebook positioniert.

Einbau des +1 buttons
Obwohl das “plussen” eines Artikels oder einer ganzen Website bis jetzt nur im Google-Profil unter einem eigenen Reiter sichtbar ist, ist durchaus denkbar, dass Google in Zukunft – ähnlich wie Facebook – die “geplusten” Artikel unmittelbar im Stream sichtbar macht. Deshalb macht es jetzt schon Sinn einen +1 Button in seinem Blog oder auf seiner Website einzubauen.
Für WordPress-User geht dies ganz einfach mit dem Plugin “Google +1”, der dann unter jedem Artikel erscheint. Will man den Button aber noch in seine Sidebar oder andere statische Elemente einer Website einbauen, kommt man um den Code nicht herum: auf der Webmaster-Seite von Google kann man sich den Code zum +1 Button ganz einfach holen. Dabei kann man den Button sprachlich als auch designtechnisch anpassen.

6
May.10

Google Facelift

Auch Altbewährtes will manchmal überarbeitet werden. Das hat sich wohl auch Google gedacht und darum die Darstellung der Suchresultate einem Facelift unterzogen. Allerdings sind die Änderungen nicht nur rein kosmetischer Natur, sondern sollen auch etwas mehr Struktur in die wohl schon etwas in die Jahre gekommene Darstellung der Suchergebnisse bringen.

Die offensichtlichste Änderung ist eine neue Seitenleiste. Dort kann schnell zwischen den generellen Suchergebnissen, Nachrichten, Blogs, Videos und anderen Kategorien hin und hergeschalten werden. Das sieht dann so aus:
google facelift

Zusätzlich erlaubt Google nicht nur das schnelle Wechseln zwischen Kategorien, sondern auch das noch genauere Eintauchen in die Suchergebnisse, abhängig davon in welcher Kategorie man sich gerade befindet. So kann zum Beispiel bei der Videosuche nach Länge, Qualität, der Option auf Untertitel oder auch der Videoplattform gefiltert werden.

Dass sich Google nun tatsächlich von seinem vormals spartanischen Seitendesign verabschiedet, ist nicht sonderlich überraschend. Wie auf dem offiziellen Google-Blog auch erwähnt, trägt dieses Update der Tatsache Rechnung, dass das Web mittlerweile einfach zu reich an diversesten Inhalten für diese einfache Art der Darstellung ist.

Das neue Design wird laut Google innerhalb der nächsten Tage auf allen 37 Sprachvarianten Googles zur Verfügung stehen.

14
Apr.10

Twitter kopiert Googles Geschäftsmodell

Reiner Kapeller

Der Internetdienst Twitter ist eines der Vorzeigeprodukt der Web 2.0 Generation. Trotzdem sahen viele das Unternehmen recht skeptisch, unter anderem weil sich mit dem Modell bisher kaum Geld verdienen ließ.

Nun hat Twitter nach der Einführung von “Twitter Contributors” Ende März einen weiteren Schritt in Richtung Kommerzialisierung vollzogen. Seit kurzem besteht für Kunden die Möglichkeit, Werbung auf der Social Media Plattform zu schalten.

“Promoted Tweets”, so der Name des neuen Service, soll in erster Linie als einfacher und unkonventioneller Dienst in Erinnerung bleiben. Dabei handelt es sich um herkömmliche “Tweets” von Unternehmen, die ihre Nachrichten einer großen Nutzergruppe zugänglich machen wollen. Zu den ersten Kunden zählen Firmen wie Best Buy, Red Bull, Sony, oder Starbucks.

Sichtbar werden die Werbeschaltungen vor allem bei der Suche auf Twitter Search. Hier wird darauf geachtet, dass die Anzeigen sinnvoll mit den Suchanfragen der User verknüpft und prominent platziert werden. Bisher gingen Aussendungen großer Firmen sehr schnell in den Unmengen an “Tweets” unter, durch den neuen Dienst sollen diese länger sichtbar bleiben und somit dauerhaft Aufmerksamkeit garantieren.

“Promoted Tweets” werden als solche klar ausgewiesen und behalten die Funktion regulärer “Tweets”, sprich sie können weitergeleitet, favorisiert und beantwortet werden. Um einer Überflutung durch Werbung entgegenzuwirken, wird immer nur ein “Promoted Tweet” einer Firma über die Suchanfrage angezeigt.

Twitter möchte im Gegenzug zu Facebook ein besseres Verständnis über die Akzeptanz von Werbung erhalten, und hat sich für einen auf den ersten Blick weniger aufdringlichen Weg als Facebook entschieden. Bei Erfolg plant das Unternehmen, die Werbemöglichkeiten auszuweiten und noch besser auf die User zuzuschneiden.

PS: Neues Twitter-Service für Journalisten

Schon etwas länger ist ein weiterer Twitter-Dienst erreichbar. Twittermedia richtet sich vor allem an Journalisten und Medienvertreter, die Twitter in Zukunft vermehrt als Recherche-Tool benützen wollen.

16
Mar.10

Facebook überholt Google

Das alte Match Microsoft gegen Apple, Microsoft gegen Google und Google gegen alle möglichen Google-Killer (zuletzt Wolfram Alpha) ist längst passe. Auch Google hat erkannt, dass der neue Gegner in der Facebook Zentrale sitzt. Immer mehr Surfer verwenden die Facebook-Suche als zentrales Eingabefeld, Persönliche Nachrichten auf Facebook gelten als zuverlässiger als Emails und selbst Google muss Facebook Pages in den eigenen Index aufnehmen. Google hat auf die neue Herasuforderung auch mit Buzz reagiert, das wohl vor allem dazu dient, dass jeder GMail-User sein Google Profil veröffentlicht und Google so die User mit ihren Profilen bei Twitter, Facebook, flckr, etc verknüpfen kann.

Hitwise gab jedenfalls diese Woche bekannt, dass Facebook Google letzte Woche bereits bei den Visits überholt hat. Das ganze ist sehr knapp und man kann ganz bestimmt über Methodik und Wahrheitsgehalt dieser Statistik diskutieren, aber letztlich geht es darum, eine eindeutige Tendenz aufzuzeigen. Und die heißt, dass es mittlerweile genügend User gibt, die ohne Google auskommen und sich nur auf Facebook verlassen.

Und in Österreich?

DIGITAL AFFAIRS erhebt täglich wie viele ÖsterreicherInnen bei Facebook registriert sind. Letzte Woche hat Facebook dabei die 1,8 Millionen Grenze geknackt und ein Ende des Booms ist noch nicht abzusehen. Facebook ist auch bei uns in allen Altersgruppen und allen Milieus angekommen und breit vertreten. Laut Alexa ist Google natürlich immer noch weit vor Facebook, aber auch hier zeichnet sich ein Shift zu Facebook ab.

Für Unternehmen heißt das also, dass wie in den 90ern die Homepage, eine Facebook Page natürlich mit entsprechender Nutzung als Kommunikationsplattform nahezu unverzichtbar geworden ist.

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