7
Dec.10

Zahlen, Daten & Fakten powered by Social Media Radar Austria

Claudia Riegler

Knapp zwei Monate ist unser Social Media Radar nun online und misst sämtliche Zahlen rund um die österreichischen UserInnen bei Facebook und Twitter. Wir haben die Zahlen der letzten zwei Monate ausgewertet und möchten unsere Conclusio daraus natürlich niemandem vorenthalten:

  • Das Interesse der User an Facebook und Twitter ist nach wie vor anhaltend: Von Anfang Oktober bis Anfang Dezember hat sich die Zahl der österreichischen Facebook UserInnen von 2,05 Mio. auf 2,26 Mio gesteigert. Im selben Zeitraum sind die Userzahlen bei Twitter von 30.432 Accounts auf 34.945 Accounts gestiegen. Der “Hype” rund um die beiden Kanäle ist also bei weitem noch nicht beendet.
  • Von den 2,26 Mio. Facebook UserInnen sind über 1,4 Mio zwischen 13-29 Jahre alt. Über 430.000 UserInnen sind zwischen 30-39 Jahre alt und nur 403.880 UserInnen  sind zwischen 40 und 60+ Jahre alt. Die Zielgruppe der über 49-jährigen UserInnen bietet in Zukunft, unserer Meinung nach, das größte Wachstumspotential.
  • Auch bei der Nutzung von Twitter gibt es keine Überraschung, sondern Bestätigung von bereits Bekanntem: Twitter ist kein Massenmedium. Von den über 34.000 österreichischen Accounts haben wir über 16.000 Accounts als aktiv ausgewertet, davon gelten über 12.000 Accounts als schreibend und 2.910 Accounts als nur lesend. Zur Erinnerung: Da Twitter selbst leider kein letztes Login Datum oder Ahnliches ausgibt, haben wir uns mit einer anderen Methode geholfen, um festzustellen ob ein Account aktiv ist. Wir beobachten einfach, ob sich in den letzten 28 Tagen außer der Followers-Zahl noch etwas geändert hat. Ist das der Fall, gilt der Account als aktiv.
  • Der Blick in die Top 100 der österreichischen Twitter UserInnen zeigt, dass 90 Prozent der Medien- oder der Bloggerbranche zuzuordnen sind. Erst an 44. Stelle befindet sich mit Checkfelix ein Unternehmen. Wieder also eine Bestätigung unserer Annahme: Twitter dient als Verstärker für die Blogosphäre und der Medienbranche und darf dort keinesfalls unterschätzt werden. Deutlich wird aber, dass es für Unternehmen bei Twitter noch Potential auszuschöpfen gibt.
  • “Mister Twitter” ist unbestritten Armin Wolf, der seit zwei Monaten das  Twitter Ranking anführt und auch auf den nachfolgenden Stockerlplätzen hat sich in den letzten beiden Monaten nichts verändert. Robert Misik und Ingrid Thurnher wissen was Follower-Herzen glücklich macht und belegen unverändert die Pätze zwei und drei.
  • Sieht man sich die Top 50 Facebook Pages an, ergibt sich im Vergleich zu Twitter ein ganz anderes Bild: Gleich an den ersten beiden Stellen befinden sich mit Red Bull und Swarowski unangefochten zwei österreichische Top Unternehmen. Beide verteidigen seit zwei Monaten ihre Stockerlplätze. Besonders Red Bull weiß, wie man die Community unterhält und legt mit 13.972.520 Fans die Messlatte enorm hoch. Erst an 11ter Stelle befindet sich mit Hitradio Ö3 (168.140 Fans) ein Medienunternehmen, gefolgt von FM4 an 16ter Stelle mit 92.275 Fans. Das Ergebnis zeigt, dass Unternehmen die Wichtigkeit einer Facebook Page, natürlich mit entsprechender Nutzung, als Kommunikationsplattform durchaus ernst nehmen.

Doch was lernen wir aus diesen Ergebnissen? Einerseits wird sehr deutlich, dass sowohl bei Twitter als auch bei Facebook die Spitzenreiter sehr gut wissen was sie tun und ihre Top Plätze über mehrere Monate hinweg verteidigen können. Andererseits werden Potentiale die es noch auszuschöpfen gilt, deutlich aufgezeigt. In Anbetracht dessen, dass die Social Media Kommunikation vor allem kommerziell, immer mehr an Stellenwert gewinnt, wird es in Zukunft ohne diesen grundlegenden Zahlen, Daten und Fakten kaum möglich sein, sich aus der Masse hervorzuheben.

24
Nov.10

Ministatistiken für Facebook Fanpagebeiträge

Uschi Fuchs

Klammheimlich hat Facebook eine neue Funktion für die Administratoren von Facebook Fanpages eingerichtet. Besucht ein Admin seine Seite, bekommt er unter jedem Statusupdate eine kleine Statistik angezeigt. Einmal die Zahl der Impressionen, also ein ungefährer Richtwert, wie oft die Meldung auf der eigenen Pinnwand in in der Timeline der Freunde angesehen wurde. Daneben befindet sich die Prozentangabe des Feedbacks, also wie viele der Impressionen zu einem Kommentar oder zu einem Like geführt haben.

Wir haben uns mehrere Fanpages angesehen, um Staffelungen in der Ausprägung der Statistiken aufgrund der Fanzahlen zu finden aber sowohl Pages mit unter 300 Fans als auch Pages mit über 20.000 Fans bekommen diese zwei Werte angezeigt.

Für den Admin ist das ein kurzer und praktischer Überblick, welche Updates die meiste Reichweite erzielt haben und auch darüber, wie gut die Updates der Page verstreut werden und wie viel Feedback sie bekommen.

20
Jul.10

Wer verbringt eigentlich die meiste Zeit auf Facebook?

Seit es Facebook gibt, erzählen sich Leute Geschichten von Menschen die süchtig danach seien. Auch hier stand vor einigen Tagen ein Eintrag über Frauen, die nach den Aufstehen angeblich zuerst Facebook checken bevor sie sich irgendeiner anderen Tätigkeit widmen.

Die Analysefirma Morpace hat im Juni Zahlen veröffentlicht, die, basierend auf der Befragung von 1000 US-AmerikanerInnen, ein wenig Klarheit darüber verschaffen sollen, wieviel Zeit wirklich für Facebook draufgeht.
So verbringen Internetuser laut der Studie durchschnittlich 22.4 Stunden pro Woche online, von diesen werden dann 7.3 für Freunschaftspflege auf Facebook verwendet. Das heißt, von drei Minuten die diese Personen online sind, verbringen sie eine auf Facebook.

Die Altersgruppe, die die meiste Zeit auf Facebook verbringt ist noch immer die der 18-34-Jährigen. Interessant für Unternehmen ist auch, dass im Vergleich zu anderen Einkommensstufen gerade Personen mit höherem Einkommen – in dieser Studie alle ab einem Einkommen von 100,000$ – die meiste Zeit auf Facebook verbringen.

Nicht sehr überraschend ist, dass die Aufmerksamkeit selten tatsächlich nur Facebook gilt. So stehen das gleichzeitige Fernsehen, das Checken von Emails oder das Telefonieren hoch im Kurs.

Verwunderlich ist das nicht wirklich: Da Facebook mittlerweile für Viele alltäglich ist, ist das Checken neuer Nachrichten oder das Schreiben einer neuen Statusmeldung wohl schon so selbstverständlich wie das Zappen durch Fernsehkanäle.

Alle Zahlen von Morpace gibt es hier [PDF].

8
Jul.10

Facebook vorm Toilettengang

Petra Gschwendtner

Die neue Studie “What Women want from the Web Report” von Unicast behandelt das Thema Frauen im Internet. Am Häufigsten nutzen Frauen im Alter von 18-24 Jahren das Internet. Der Hauptgrund dafür ist der soziale Aspekt, 76 Prozent wollen so mit Freunden und Familie in Kontakt bleiben. Mehr als die Hälfte der Frauen wollen jedoch auch informiert bleiben oder Shops und Preise vergleichen. 59 Prozent suchen im Internet Unterhaltung durch Spiele, Musik und Filme. Knapp die Hälfte der Frauen wollen sich über Reisen informieren. Interessant ist auch, dass Frauen mit Kindern mehr Zeit online verbringen, als Frauen ohne Kinder.

Facebook und Frauen

Facebook vorm morgendlichen Toilettengang
Man könnte annehmen der erste Weg am Morgen führt ins Badezimmer. Doch laut einer Studie (von Oxygen Media and Lightspeed Research) checken 1/3 der Frauen, die zwischen 18-34 Jahre alt sind, am Morgen zunächst ihre Facebook Page, erst danach putzen sie sich die Zähne. 57 Prozent dieser Frauen führen mehr virtuelle Gespräche als persönliche. Ganze 39 Prozent würden sich sogar selbst als Facebook-süchtig bezeichnen.

Weitere Interessante Zahlen zur Nutzung von Facebook:
21% checken Facebook mitten in der Nacht.
63% nutzen Facebook zum networken.
42% denken es ist okay, Fotos von sich zu posten auf denen man betrunken ist.
79% finden es okay, Fotos zu posten auf denen man jemanden küsst.
58% nutzen Facebook um ein Auge auf RivalInnen zu haben.
50% finden es okay, mit ihnen unbekannten Personen befreundet zu sein.

Sie zeigen sich offen und finden es okay, Unbekannte als Freunde zu adden.
Im Gegenzug dazu meinen jedoch auch 89% der Frauen zwischen 18-24 Jahren, dass man niemals Fotos auf Facebook posten sollte, die man den eigenen Eltern nicht zeigen würde. Was nun wirklich gemacht und eingehalten wird, ist fraglich.

Facebook als Dating-Plattform?
Durch Facebook können Frauen mit Freunden in Verbindung treten, aber auch RivalInnen beobachten und neue Leute kennenlernen, vorwiegend Männer. Facebook hat unser Dating-Verhalten verändert. Die Häfte der Frauen findet es okay sich mit Männern zu verabreden, die sie über Facebook kennengelernt haben, bei Männern sind es sogar 65 Prozent. Auch innerhalb von Beziehungen spielt Facebook eine Rolle: Fast die Hälfte der Frauen finden es okay, das Facebook-Konto ihres Freundes zu kontrollieren, bei den Männern ist diese Zahl etwas niedriger. Auch das Beziehungsende wird immer öfter über Facebook kommuniziert: 9 Prozent der Frauen haben über Facebook Schluss gemacht, bei den Männern sind es ganze 24 Prozent. Wirklich okay finden dies jedoch nur 9 Prozent der Frauen. Vielleicht dann doch per Post-it?

Prozente, Gewinnspiele, Umfragen; Werbung für Frauen
Doch das Internet hat noch mehr zu bieten: Werbung.
Laut einer Studie sind Frauen zwischen 18-24 Jahren empfänglicher für Werbung als der durchschnittliche Internetuser. Ganze 62% bemerken und/oder interagieren mit Werbung. Sie haben vor allem Interesse an Umfragen, Lokalem und herunterladbaren Inhalten. Ganz vorne dabei sind Rabatt-Codes und Gewinnspiele.
Folgende Produkte werden von Frauen am ehesten wahrgenommen: Unterhaltung, Essen oder Beauty-Produkte, Kleidung und Fashion, Reisen und Spiele. Frauen bemerken vor allem jene Produkte, für die sie sich bereits interessieren.

14
May.10

Facebook: Neues Tool zur Zugriffskontrolle

Wie Facebook gestern verlautbarte, steht den UserInnen nun ein neues Tool zur Verfügung, das im Fall eines Fremdzugriffs Warnungen per SMS oder EMail verschickt. Der Grund für die Entwicklung eines solchen Tools ist die wohl berechtigte Angst vieler UserInnen vor Zugriffen auf das eigene Facebookkonto durch Dritte.

Zu dem Tool gelangt man über “Konto >> Kontoeinstellungen”, und wie auf dem unteren Screenshot zu sehen, befindet sich das Tool unter der Rubrik “Kontosicherheit”:

Nach der Aktivierung können die UserInnen zuerst die Computer registrieren, von denen regelmäßig auf Facebook zugegriffen wird. Damit soll verhindert werden, dass Facebook bei jedem Login vom eigenen Computer diesen fälschlicherweise als Fremdzugriff wertet. Dabei können so viele “erlaubte” Computer angegeben wie es das Herz begehrt.

Wenn nun in Zukunft von anderen, nicht registrierten Computern, auf das eigene Facebookkonto zugegriffen wird, werden die UserInnen per SMS oder Email benachrichtigt. Diese Nachrichten beinhalten auch gleich die nötigen Schritte um das momentane Passwort zu ändern, was im Falle einer tatsächlichen Kompromittierung des Kontos der erste Schritt zur Behebung sein sollte.

Ein kleiner Hinweis noch bezüglich der als vertrauenswürdig eingestuften Computer: die Informationen, ob auf dem jeweiligen Computer der Zugriff erlaubt ist, werden in Form kleiner Textdateien, Cookies, im Browser abgespeichert. Da es immer wieder mal vorkommen kann, dass Cookies wieder gelöscht werden, muss der entsprechende Computer dann neuerlich als vertrauenswürdiger Computer aktiviert werden.

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