16
Feb.11

Facebook Places in Österreich

Uschi Fuchs

Endlich ist es soweit! Österreich darf sich über Facebook Places freuen!

Nach dem rasanten Erfolg von Location basierten Diensten wie Foursquare und Gowalla war es nur eine Frage der Zeit, bis das größte Social Network auf diesen Zug aufspring. Vor über drei Monaten war es dann soweit und Facebook-Chef Mark Zuckerberg präsentierte  sein neuestes Produkt, nämlich den integrierten Location Based Service Facebook Places. Zuerst war der Dienst nur in den USA verfügbar, seit einiger Zeit kann man es auch in Deutschland und der Schweiz nutzen und jetzt dürfen sich auch die Österreicher über Facebook Places freuen.

Basisfunktionen und Erweiterungen

Facebook Places bietet drei grundlegende Funktionen, die auch schon von den herkömmlichen Location Based Services bekannt sind, nämlich:

- Einchecken und damit Mitteilen, wo man sich gerade befindet.
- Mit dem Check-In auch mitteilen, mit wem man zusammen ist.
- Durch die Check-Ins der befreundeten User sehen, welche von ihnen in der Nähe sind.

Neu an Facebook Places ist, dass drei Standorte hervorgehoben werden: Zu Hause, Arbeit und “The Third Place”. Der “Third Place” nimmt dabei die Rolle des “Social Place” ein und bedeutet, dass man seine Zeit gerade gemeinsam mit Anderen verbringt. Mit Facebook Places ist es außerdem möglich, Orte und Personen zu taggen. Um, wie von Foursquare oder Gowalla hinreichend bekannt, mehrfach oder falsch angelegte Orte rechtzeitig zu entfernen, können diese gemeldet werden, ähnlich wie es jetzt bei Fake-Profilen der Fall ist. Diese werden dann gelöscht, um ein klares und übersichtliches Netzwerk der Standorte zu erhalten. Neu eingetragene Orte werden auch nur öffentlich, wenn sich genug Leute dort eingecheckt haben.

Privatsphäre

Auch die passenden Privatsphären-Einstellungen dürfen bei Facebook Places nicht fehlen. Diese wurden  noch einmal stark erweitert und der User kann genau einstellen, wer den Check-In sehen kann. Der User hat zwei Möglichkeiten, seinen Check-In zu veröffentlichen:

“Allow” – Der Post erscheint an der Pinnwand, auf der Seite des Ortes und in der “Wer ist gerade hier”-Sektion
“Not now” – Der Post erscheint nur auf der Pinnwand der Freunde und auf der Seite des Ortes und nicht auf dem Profil und der “Wer ist gerade hier”-Sektion

Minderjährige Nutzer von Places können ihren Standort grundsätzlich nur mit ihren Freunden teilen und auch nur von solchen getaggt werden.

Der Vorteil, den Facebook Places gegenüber den bestehenden Services hat, ist das bereits stark ausgebaute Freunde-Netzwerk. Es sind viel mehr Menschen untereinander vernetzt als bei den eigenständigen Services und diese Resourcen können mit Places gut genutzt werden. Ist es bei Foursquare &Co eher ein öffentliches Einchecken, wird sich Facebook Places mehr darauf spezialisieren, seinen Freunden mitzuteilen, wo man sich gerade befindet und spontane Treffen zu organisieren.

Locations claimen

Unter jedem Ort befindet sich die Möglichkeit, diesen Ort zu “claimen”, also einer Location den eigenen Stempel aufzudrücken. Natürlich müssen diese Claims nachgewiesen und dann von Facebook freigeschalten werden. In Amerika passiert das telefonich, in Deutschland und der Schweiz muss eine Mail-Adresse, die in der Domain auf den Ort hinweist und teilweise zusätzlich Dokumente vorgelegt werden, die den Claim rechtfertigen.

Marketingchancen mit Facebook Places

Bei einem Dienst, der über 1,6 Millionen Menschen in Österreich involviert, bleibt auch die Frage nach möglichen Marketingstrategien nicht aus. In den USA, wo Facebook Places schon seit einigen Monaten läuft, starteten schon die ersten interessanten Kampagnen im Zusammenhang mit Facebook Places, die von den Usern sehr gut aufgenommen wurden. Als Paradebeispiel gilt die Kooperation zwischen Koi Fusion, Nike Sportswear und Facebook Places. Die Aktion wurde nur via Social Web verbreitet und verlangte einen Check-In in einem bestimmten Food Truck und eine Spezialbestellung. Die User, die diesem Aufruf folgten, erhielten als Geschenk eine original Nike Sportswear Jacke.

Denkt man an die bisherigen Aktionen mit Foursquare zurück, dürfte der Erfolg eines LBS mit über 50x so vielen Usern auch dementsprechend sein. Der wichtigste Marketingaspekt bei den Location Services ist, dass der Spieltrieb der Kunden geweckt werden kann und sie nicht mit den üblichen Marketingaktionen gequält werden müssen, die oft auf wenig Gegenliebe stoßen. Facebook Places bietet Möglichkeiten, die den User bei den Tätigkeiten abholen, denen er ohnedies in seiner Freizeit gerne nachgeht. Außerdem erlangt der User durch die Beteiligung an den Aktionen einen praktischen und interessanten Zusatznutzen, was die Motivation zusätzlich steigert. Der große Vorteil, den Facebook Places in Marketingsicht gegenüber den bereits bestehenden Location Based Services hat, ist die große Reichweite. Jeder Check-In kann mit seinen Freunden verknüpft werden und wird von viel mehr Usern wahrgenommen, als das zum Beispiel bei Foursquare oder Gowalla der Fall ist. Umsetzbar und denkbar wären Aktionen in Zusammenhang mit den Mayorships, zeitlich relevante Check-Ins oder Gruppen Check-Ins, die einerseits die Aufmerksamkeit auf ein Unternehmen oder einen Ort legen und andererseits einen Benefit für die User enthält.

10
Feb.11

Social Media Radar: 1000 Facebook Pages, 500 in den Twitter Charts

Fast ein halbes Jahr schon läuft unser Social Media Radar sehr erfolgreich. Dabei gab es einige äußerst erfreuliche Entwicklungen. So hat sich unser Facebook-Pages Ranking zu einem inoffiziellen Pages Verzeichnis für Österreich entwickelt und wir können auch endlich das Knacken der 1000er Marke verkünden. Somit haben wir nun über 1000 Fanpages in unserem Radar und täglich werden es mehr. Apropos täglich, das Ranking der Pages wird täglich aktualisiert.

Twitter: Inaktive raus, 500 rein

Unser kleines Jubiläum haben wir natürlich zum Anlass genommen, um zumindest kleine Änderungen beim Twitter-Ranking einzuführen. Auf zahlreichen Wunsch haben wir nun inaktive Accounts aus dem Ranking ausgeschlossen. Es ist zwar eine Tatsache, dass beispielsweise der Twitter Account von Ingrid Thurnher nach wie vor neue Follower aus Österreich dazugewinnt, dessen Relevanz darf aber getrost mit Null bewertet werden. Zusätzlich haben wir unser Ranking auf die Top 500 österreichischen Accounts erweitert, wer sich also bisher vergeblich im Ranking gesucht hat, wird ab jetzt hoffentlich mehr Glück haben. In Zukunft wird das Twitter-Ranking immer Montags aktualisiert.

Was kommt?

Bereits seit einiger Zeit beobachten wir die Accountzahlen auf Foursquare in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Gemeinsam mit Daten über die beliebtesten Spots werden wir diese Zahlen in den nächsten Wochen veröffentlichen. Ebenfalls bereits in Warteposition sind die Daten zu Facebook Places, wenn es denn mal in Österreich gestartet wird! :) Ebenfalls demnächst werden wir die Erstellung eines Blogverzeichnises starten, in dem die verfügbaren Kennzahlen möglichst vieler österreichischer Blogs zusammengefasst sein werden.

9
Dec.10

Neujustierung der Privatsphäreneinstellungen bei Facebook

Claudia Riegler

Update: Laut Facebookmarketing.de soll das Kommentieren auf Fanpages im Laufe des Tages wieder funktionieren. Anscheinend war es doch kein Feature, sondern nur ein Bug! Dann ist ja alles wieder gut :)

Wie es scheint agiert Facebook in den letzten Wochen nach dem Motto die einzige Konstante ist die Veränderung. Wieder gibt es Änderungen bei Facebook und diesmal betreffen sie die Privatsphäreeinstellung bei eigenen Kommentaren. Status Quo: Erlauben BenutzerInnen in ihren erweiterten Einstellungen nicht explizit, dass andere Personen abgesehen von Freunden eigene Beiträge kommentieren können, ist es BetreiberInnen von Facebook Pages nicht mehr möglich auf Anfragen die auf der Pinnwand gestellt werden, direkt zu antworten. Sowohl der Like-Button als auch die Kommentier-Funktion fehlen unter den Postings.

Ob es sich dabei generell um einen Fehler oder um eine konkret gewollte Änderung handelt, ist derzeit noch nicht ganz klar. Klar ist aber, dass es die AdministratorInnen von Pages vor die Herausforderung stellt, wie sie ab sofort ihren Fans die gewünschten Antworten liefern können. Unsere Empfehlung: Ein Posting zur aktuellen Lage auf der Pinnwand mit der Bitte um Änderung der Privatsphäreeinstellung oder um genauere Durchsicht der Pinnwand, da nicht mehr direkt kommentiert werden kann. Die Umstellung kann jeder in seinen Privatspähre Einstellungen vornehmen.

Die Umstellung sorgt bereits für Testbeiträge um herauszufinden, worum es sich konkret handelt. Danke an Helge Fahrnberger der unsere Facebookpage gleich mal einem Test unterzog:

Wir bleiben gespannt wie es mit Facebook und den Änderungen weitergeht und bis dahin bitten wir euch, eure Privatsphäreeinstellungen zu adaptieren bzw. euch nicht zu ärgern, falls ihr kein direkte Antwort auf ein Posting erhaltet.

7
Dec.10

Zahlen, Daten & Fakten powered by Social Media Radar Austria

Claudia Riegler

Knapp zwei Monate ist unser Social Media Radar nun online und misst sämtliche Zahlen rund um die österreichischen UserInnen bei Facebook und Twitter. Wir haben die Zahlen der letzten zwei Monate ausgewertet und möchten unsere Conclusio daraus natürlich niemandem vorenthalten:

  • Das Interesse der User an Facebook und Twitter ist nach wie vor anhaltend: Von Anfang Oktober bis Anfang Dezember hat sich die Zahl der österreichischen Facebook UserInnen von 2,05 Mio. auf 2,26 Mio gesteigert. Im selben Zeitraum sind die Userzahlen bei Twitter von 30.432 Accounts auf 34.945 Accounts gestiegen. Der “Hype” rund um die beiden Kanäle ist also bei weitem noch nicht beendet.
  • Von den 2,26 Mio. Facebook UserInnen sind über 1,4 Mio zwischen 13-29 Jahre alt. Über 430.000 UserInnen sind zwischen 30-39 Jahre alt und nur 403.880 UserInnen  sind zwischen 40 und 60+ Jahre alt. Die Zielgruppe der über 49-jährigen UserInnen bietet in Zukunft, unserer Meinung nach, das größte Wachstumspotential.
  • Auch bei der Nutzung von Twitter gibt es keine Überraschung, sondern Bestätigung von bereits Bekanntem: Twitter ist kein Massenmedium. Von den über 34.000 österreichischen Accounts haben wir über 16.000 Accounts als aktiv ausgewertet, davon gelten über 12.000 Accounts als schreibend und 2.910 Accounts als nur lesend. Zur Erinnerung: Da Twitter selbst leider kein letztes Login Datum oder Ahnliches ausgibt, haben wir uns mit einer anderen Methode geholfen, um festzustellen ob ein Account aktiv ist. Wir beobachten einfach, ob sich in den letzten 28 Tagen außer der Followers-Zahl noch etwas geändert hat. Ist das der Fall, gilt der Account als aktiv.
  • Der Blick in die Top 100 der österreichischen Twitter UserInnen zeigt, dass 90 Prozent der Medien- oder der Bloggerbranche zuzuordnen sind. Erst an 44. Stelle befindet sich mit Checkfelix ein Unternehmen. Wieder also eine Bestätigung unserer Annahme: Twitter dient als Verstärker für die Blogosphäre und der Medienbranche und darf dort keinesfalls unterschätzt werden. Deutlich wird aber, dass es für Unternehmen bei Twitter noch Potential auszuschöpfen gibt.
  • “Mister Twitter” ist unbestritten Armin Wolf, der seit zwei Monaten das  Twitter Ranking anführt und auch auf den nachfolgenden Stockerlplätzen hat sich in den letzten beiden Monaten nichts verändert. Robert Misik und Ingrid Thurnher wissen was Follower-Herzen glücklich macht und belegen unverändert die Pätze zwei und drei.
  • Sieht man sich die Top 50 Facebook Pages an, ergibt sich im Vergleich zu Twitter ein ganz anderes Bild: Gleich an den ersten beiden Stellen befinden sich mit Red Bull und Swarowski unangefochten zwei österreichische Top Unternehmen. Beide verteidigen seit zwei Monaten ihre Stockerlplätze. Besonders Red Bull weiß, wie man die Community unterhält und legt mit 13.972.520 Fans die Messlatte enorm hoch. Erst an 11ter Stelle befindet sich mit Hitradio Ö3 (168.140 Fans) ein Medienunternehmen, gefolgt von FM4 an 16ter Stelle mit 92.275 Fans. Das Ergebnis zeigt, dass Unternehmen die Wichtigkeit einer Facebook Page, natürlich mit entsprechender Nutzung, als Kommunikationsplattform durchaus ernst nehmen.

Doch was lernen wir aus diesen Ergebnissen? Einerseits wird sehr deutlich, dass sowohl bei Twitter als auch bei Facebook die Spitzenreiter sehr gut wissen was sie tun und ihre Top Plätze über mehrere Monate hinweg verteidigen können. Andererseits werden Potentiale die es noch auszuschöpfen gilt, deutlich aufgezeigt. In Anbetracht dessen, dass die Social Media Kommunikation vor allem kommerziell, immer mehr an Stellenwert gewinnt, wird es in Zukunft ohne diesen grundlegenden Zahlen, Daten und Fakten kaum möglich sein, sich aus der Masse hervorzuheben.

24
Nov.10

Ministatistiken für Facebook Fanpagebeiträge

Uschi Fuchs

Klammheimlich hat Facebook eine neue Funktion für die Administratoren von Facebook Fanpages eingerichtet. Besucht ein Admin seine Seite, bekommt er unter jedem Statusupdate eine kleine Statistik angezeigt. Einmal die Zahl der Impressionen, also ein ungefährer Richtwert, wie oft die Meldung auf der eigenen Pinnwand in in der Timeline der Freunde angesehen wurde. Daneben befindet sich die Prozentangabe des Feedbacks, also wie viele der Impressionen zu einem Kommentar oder zu einem Like geführt haben.

Wir haben uns mehrere Fanpages angesehen, um Staffelungen in der Ausprägung der Statistiken aufgrund der Fanzahlen zu finden aber sowohl Pages mit unter 300 Fans als auch Pages mit über 20.000 Fans bekommen diese zwei Werte angezeigt.

Für den Admin ist das ein kurzer und praktischer Überblick, welche Updates die meiste Reichweite erzielt haben und auch darüber, wie gut die Updates der Page verstreut werden und wie viel Feedback sie bekommen.

Impressum | Login

Alle Inhalte sind unter einer Creative Commons-Lizenz verfügbar (außer wo anders angegeben).