QR-Aktionswochen: Warum über QR-Codes nicht zu diskutieren ist – Ein Gastbeitrag

Im Rahmen unserer QR-Code Aktionswochen haben wir den Experten Harald Winkelhofer von IQ Mobile um seine Einschätzung dieser monochromen Quadrate, die derzeit in aller Munde und Augen sind, gebeten. Eine Conversion Rate von über 80 % bei einer QR-Kampagne lässt keinen Platz für Diskussion! QR-Codes entwickelten sich "“ zuerst langsam, dann rasant - zu den schwarzweißen Lieblingen der Marketing-Nation. Zu Recht oder Unrecht? Ich finde, sie haben es sich redlich verdient! Wenn auch heutzutage noch viel zu oft "žfalsch" eingesetzt - QR-Codes haben eine langfristige Daseinsberechtigung und wenn man sich die heimischen Medien, Werbemittel und diversen gedruckten Materialien anschaut, sollte niemand daran zweifeln. Egal ob Hofer-Folder, Taxi-Rechnung, Produkte oder Citylights - der schwarz-weiße Code lacht derzeit im ganzen Land "“ und das über beide Ohren! Dafür die Grundlage gelegt haben Herr und Frau Österreicher höchstpersönlich: 56 Prozent von ihnen besitzen bereits ein Smartphone heißt es im "žMobile Communications Report 2011", veröffentlicht letzten Herbst von der Mobile Marketing Association Austria (MMA http://austria.mmaglobal.com). Gepaart mit der ständig steigenden mobilen Internetnutzung wurde der Weg geebnet! QR steht für Quick Response und das trifft den Nagel auf den Kopf! Dort wo das Plakat aufhört, geht die Kommunikation mit dem Kunden weiter! QR-Codes können optimal als Call to Action-Instrument eingesetzt werden "“ und das bei ausgezeichneter Akzeptanz. Mobile Tagging ist laut oben genanntem Report mit 21% die meist genutzte mobile Werbeform, gleichauf mit Gewinnspielen via SMS (21%). Aber Vorsicht: Mit einem QR-Code alleine ist noch nicht viel angefangen. Entscheidend ist die gesamte Kampagnenmechanik! Leider werden Kampagnen immer noch in Selbstregie ohne standardisierte Codes und mit fehlenden Mehrwert für den Konsumenten umgesetzt. Das verdirbt den Ruf in der Branche und nimmt Konsumenten die Lust auf mehr QR. Hier gilt es Aufklärungsarbeit zu leisten und die entscheidenden Punkte zu klären. Denn ganz klar ist: Für alles und jeden Zweck sind QR-Codes nicht geeignet. 1. Dialog "“ aber mit wem? QR-Code Kampagnen sind für alle Smartphone-User geeignet und es wird nicht, wie fälschlicherweise oft beschrieben, ein älteres Publikum ausgeschlossen. Man muss sie nur richtig an das Thema heranführen. Die Motivation zur Teilnahme ist zudem für jede Zielgruppe höher, wenn ein ganz besonderer Anreiz (Sammeln, Gutscheine, Gewinn"¦) gegeben ist und die Aufmachung der Werbebotschaft an die Zielgruppe angepasst ist. 2. Call to Action! Vorab wird die Rolle des QR-Codes in einer Werbekampagne klar definiert und festgelegt. Welche Aktion soll der QR-Code auslösen?. Geeignet für die Call to Action ist zum Beispiel: Fan auf Facebook werden oder das mobile Portal öffnen und den Gutschein abholen sowie mehr Infos zum Print-Inserat in Form von Video oder Diashow abrufen. 3. Fit machen! Neue Technologien brauchen einfache Erklärungen. Direkt dort wo der QR-Code abgedruckt wird - wie zum Beispiel auf Plakaten und Inseraten "“ kommunizieren wir kundenfreundlich, wie das Einscannen eines QR-Codes funktioniert. Hier können auch noch all jene ins Boot geholt werden, die noch kein Smartphone besitzen. Über Einsenden eines SMS-Keywords erhält der Nutzer dieselben Informationen (z.B. Link zum Öffnen auf"˜s Handy) wie über das Scannen des QR-Codes. 4. Achtung vor Piraten! Wichtig für den Erfolg der Kampagne ist, dass ein standardisierter QR-Code verwendet wird. Ja, QR-Codes können rasch und kostenlos online generiert werden. Davon rate ich jedoch dringend ab, da diese genauso schnell gesperrt oder plötzlich von einem anderen Unternehmen während der laufenden Kampagne verwendet werden können! Erfolgsmessungen am Ende der Kampagne sind (fast) nicht möglich, denn Detail-Reports sind nur aus standardisierten Systemen (Code-Generator Plattformen) abzufragen. Also fehlen in der Kampagne die Überprüfung der Kommunikationsziele und die Learnings für die nächsten Kampagnen. 5. Keine Formate aus dem Web 1:1 übernehmen: Es ist wichtig, dass der Kunde nach dem Scannen des QR-Codes das optimale Angebot auf dem Handy angezeigt bekommt, wie dies beispielsweise durch eine mobil optimierte Website gewährleistet ist. Nichts ist ärgerlicher, als wenn der User den Reader runterlädt, sich dann freut, dass das Scannen des Codes so einfach funktioniert und dann auf eine herkömmliche Website weitergelinkt wird, die er eventuell gar nicht öffnen kann bzw. die aufgrund ihrer Größe für ihn keinen Nutzen bringt. Also: Mobiles Portal einplanen! Viel zu oft ist dies, neben dem Verwenden von nicht-standardisierten QR-Codes, der "žFehler" in umgesetzten Kampagnen. Und auf einen tollen "žNebeneffekt" möchte ich noch verweisen: Wie alle Mobile Marketing-Maßnahmen zeichnen sich auch QR-Code Kampagnen durch eine hohe Messbarkeit aus. Es können die Anzahl der Scans wie auch die Aufrufe des mobilen Portals und vieles mehr gemessen werden. Wer jetzt noch zweifelt, dem möchte ich eine internationale, prämierte Kampagne ans Herz legen: Ja, QR-Codes erobern nicht nur die Marketing-Welt, sondern heimsen sogar schon Preise ein! Der Grand Prix der Media Lions in Cannes 2011 wurde an eine ganz besondere Mobile Marketing (!) Kampagne aus Südkorea vergeben: Das Handelsunternehmen Tesco bewirbt seine Produkte auf Plakaten in U-Bahn-Stationen. Soweit noch nichts Besonderes, jetzt kommt's: Zu jedem beworbenen Produkt ist auch ein QR-Code auf dem Plakat abgebildet. Und jetzt der Clou: Der Plakattext fordert die Passanten auf, den QR-Code mit ihrem Handy zu scannen. Dann werden diese direkt mit dem Tesco Online (Mobile)-Shop verbunden und können das beworbene Produkt gleich auf Handy-optimierten Seiten bestellen. Die Ware wird natürlich nach Hause geliefert. Das Ergebnis: Die U-Bahnstation wird zum virtuellen Supermarkt und Passanten zu Käufern. Genial! Hier gibt's das Video zu dieser großartigen Kampagne auf YouTube. Aber auch in Österreich brauchen wir uns nicht zu verstecken und können auf eine sehr gelungene und überaus effiziente Umsetzung verweisen: Die Österreichische Post AG hat im November 2010 3,3 Mio. Adventkalender in ganz Österreich verteilt. Doch statt Schokolade versteckten sich hinter den Türchen ganz einfach QR-Codes. Diese führten die Nutzer zu attraktiven Gewinnspielen und Gutscheinen von ausgewählten Postpartnern. Mit über 60.000 verbuchten Scans und einer Conversion Rate von über 80% bei den Top-Angeboten auf den mobilen Landingpages ist sowohl der Kunde als auch unser Team sehr zufrieden. Hier finden Sie mehr Infos zum Projekt. Wie die Zukunft der QR-Codes aussehen wird, kann ich hier klar sagen: Neue Technologien werden unsere liebgewonnenen Quadrate nicht verdrängen. In unserem Business sind wir es gewohnt, dass neue Dinge schnell daherkommen. Durch die steigende Nutzung von Smartphones, die einfache Handhabung und die treibende Wirkung der Werbeindustrie bin ich von einer weiterhin zunehmenden Verbreitung von QR-Codes überzeugt. Ob QR-Code, NFC-Funktion oder einfach SMS "“ für jeden Zweck gibt es die geeignete Kommunikationstechnologie. Also keine Verdrängung, sondern effizienter, sinnvoller Einsatz der unterschiedlichen Technologien nebeneinander. Nur, das ist wieder eine andere Geschichte"¦  

17 Comments

  1. Franz Leitner -  14. Februar 2012 - 14:08 1847

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  2. QR-Codes und die Privatsphäre | Knipp -  13. Februar 2012 - 17:25 1846

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  3. Franz Knipp -  13. Februar 2012 - 16:12 1845

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  4. Franz Leitner -  9. Februar 2012 - 02:39 1842

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  5. Franz Leitner -  9. Februar 2012 - 02:24 1841

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  6. Rudi Holzer -  8. Februar 2012 - 19:44 1840

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  7. Franz Leitner -  8. Februar 2012 - 18:54 1839

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  8. Franz Leitner -  8. Februar 2012 - 18:33 1838

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  9. Franz Knipp -  8. Februar 2012 - 13:07 1837

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  10. Anita Posch -  8. Februar 2012 - 10:07 1836

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  11. Harald Winkelhofer -  8. Februar 2012 - 09:46 1835

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  12. Rudi Holzer -  7. Februar 2012 - 22:06 1834

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  13. Mark Ruschin -  7. Februar 2012 - 22:01 1833

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  14. Franz Knipp -  7. Februar 2012 - 15:58 1831

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  15. Harald Winkelhofer -  7. Februar 2012 - 15:28 1830

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  16. Juergen Hoebarth -  7. Februar 2012 - 15:17 1829

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  17. Rudi Holzer -  7. Februar 2012 - 14:17 1828

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