18
Jul.11

Crossing Jordan – oder: warum XING über den Jordan geht

Iwona Wisniewska

Seit kurzem sind auf XING die Mediadaten etwas unvollständig. Wer etwa nach Angaben zu Userzahlen sucht, wird nicht fündig werden. Vor einiger Zeit hat XING noch behauptet 300.000 österreichische Nutzer zu haben. Laut Google Adplanner (die Zahlen sind natürlich mit Vorsicht zu genießen), sind es aber insgesamt 290.000 Besucher. Schaut man sich mal die Grafik an, die die Userzahlen der letzten Monate anzeigt, wird einem auch klar, warum XING die Userzahlen nicht mehr so gerne veröffentlicht. Denn die Userzahlen sind am Sinken.

Linkedin hat seit kurzem die Nase von allen Berufsnetzwerken vorne und die Userzahlen steigen. Langsam, aber doch. Linkedin hat mittlerweile 120 Mio. User weltweit. 160.000 davon sind aus Österreich. XING hat 6.2 Mio. User weltweit. Laut XING Mediadaten aus dem Jänner 2011 waren 360.000 User aus Österreich, wovon über 45.000 Premium-Mitglieder waren. Inwieweit Linkedin am Userschwund von XING schuld ist, ist zwar nicht genau festzustellen, jedoch haben sich hier die internationalen Ansprüche von Linkedin besser durchgesetzt. Ein Unterschied, der besonders auffällt: laut Adplanner sind auf XING eher Besserverdiener anzutreffen (lt. XING Mediadaten verdienen 42% der XING-User mind. €3000 monatlich), wohingegen Linkedin auch in der normalverdienenden Mittelschicht angekommen sein dürfte. Die User auf Linkedin sind auch nicht nur internationaler, sondern vor allem aus dem IT Bereich und der Kreativwirtschaft.

Wie geht es mit XING weiter? Es ist schwer hierzu eine Prognose abzugeben, jedoch kann man sagen, dass Linkedin sich im englischsprachigen Raum durchsetzen könnte, weil es bekannter und jetzt schon zunehmend beliebter wird. Somit wird es auf XING schwieriger sich in Zukunft international zu vernetzen. Premium-Mitgliedschaften werden vermutlich weniger werden, wenn weniger User auf der Plattform sind.

Was ist eure Prognose? Wie wird es mit XING weitergehen?

12
Jul.11

50.000 Österreicher auf Twitter

Iwona Wisniewska

Ein Jahr hat es gedauert: die Verdoppelung der Twitter User in Österreich. Wo letztes Jahr um diese Zeit (KW 27, um genau zu sein) noch 27.201 User die Plattform genutzt haben, sind es jetzt 50.069. Der Social Media Radar verzeichnet dabei 24.726 aktive Twitter User, also jene, die in den letzten 28 Tagen aktiv auf Twitter waren. Auch anhand der Statistik kann man erkennen, dass der Trend stetig aufwärts geht. Von einem Ende des Anstiegs ist also so schnell nicht die Rede.

Auf Twitter werden weltweit 200 Mio. Tweets täglich abgegeben. Der typische Österreicher auf Twitter schreibt dabei durchschnittlich 16.000 Tweets pro Jahr. Unter den Top 500 im Twitter-Ranking befinden sich viele Journalisten. Wie wir schon einmal angemerkt haben: Twitter ist in Österreich ein Medium, das im Gegensatz zu den USA von Meinungsmachern genutzt wird und weniger von Celebrities. Dabei steht Armin Wolf nach wie vor auf Platz 1 im österreichischen Twitter Ranking. Einige Journalisten konnten sich auch hoch-twittern: so hat es Claus Pandi innerhalb weniger Monate in die Top 100 geschafft. Auch Hubert Sickinger, der seit 2 Jahren Twitter nutzt, ist auf Platz 14.

Wir freuen uns auf einen weiteren Anstieg von Accounts und wenn Twitter die 100.000 User Grenze geknackt hat, werdet ihr es hier erfahren :)

8
Jul.11

Google+ im Social Media Radar

Iwona Wisniewska

Ja, auch wir haben Notiz genommen, dass sich da ein Gigant in die Welt der sozialen Netzwerke gedrängt hat. Und weil wir süchtig sind nach Zahlen und Fakten gibt es ab jetzt auch ein Google+ Ranking in unserem SocialMediaRadar.

Gereiht werden die Profile nach der Anzahl ihrer Follower. Dabei sind Follower jene, die ein Profil in Circles geaddet haben. Friends sind jene, die ein Profil selber ge-circlet hat. Im Moment sind um die 250 Profile im Ranking, welches jedoch ständig erweitert wird. Solltet ihr euch selber nicht wieder finden, könnt ihr euch auch direkt mit der URL zu eurem Profil, das in etwa so aussieht: https://plus.google.com/1050430754184, hinzufügen. Das Ranking befindet sich noch im Aufbau und erhebt deshalb keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit.

Derzeit gibt es noch keine API für Google+ und viele haben noch überhaupt keinen Zugang. Ein Blick aufs Ranking untermauert die klassische Entwicklung moderner Web2.0 Dienste. Zuerst kommen die webaffinen, technikbegeisterten Early-Adopter. Wenn Google+ es schafft diese auch zu halten, kann sich daraus ein langfristig erfolgreicher Dienst entwickeln. Dann werden wir auch in diesem Ranking vor allem Promis, JournalistInnen und Medienpromis ganz vorne sehen. Twitter hat für diese Entwicklung circa drei Jahre gebraucht.

Wir freuen uns auf Euer Feedback und wünschen euch viel Spaß damit :)

6
Jul.11

Facebook “awesome” news – das wird kommen

Iwona Wisniewska

“Awesome” news wird es geben, hat Facebook schon vor zwei Wochen verlautbaren lassen. Dazu haben sie Journalisten eingeladen an einem Announcement Event teilzunehmen, der auch live auf Facebook gestreamt wurde.

Vorher gab es eine kleine Zusammenfassung von Facebook über die letzten 5 Jahre und die nächsten 5 Jahre im Social Web: Es ging hauptsächlich um User-Gewinnung in den letzten Jahren. Jetzt wird es darum gehen diese soziale Infrastruktur zu nutzen und der Fokus wird dabei auf Apps liegen. Games, Musik, Kommunikation, Suche.

In den nächsten Jahren geht es nicht nur um “aktive User”, sondern um die Qualität. Der Trend geht laut Mark Zuckerberg geht zum “Sharen” über. User sharen jetzt mehr als früher. Statistisch gesehen doppelt so viel als vor einem Jahr werden heute von Usern geteilt. Dieses exponentielle Wachstum ist nicht nur auf Facebook zu verzeichnen, sondern auch auf anderen Plattformen. Facebook hat zu diesem Zeitpunkt 750 Mio. User. Aber noch schneller als das Wachstum der User ist das Wachstum der geteilten Inhalte. Der User teilt im Durchschnitt 1.5 “Dinge” (dazu gehören Fotos, Links, etc.). Zusammenfassend kann man also sagen, dass in den nächsten 5 Jahren die Apps an das exponentielle Wachstum von geteilten Inhalten angepasst werden müssen.

Hier die Zusammenfassung was uns demnächst bei Facebook erwartet:

  • Group Chat: wird ab heute langsam kommen
  • neues Design für den Chat
  • Video Chat

Nicht überraschend ist der dritte Punkt. Dieser wird mit Unterstützung von Skype umgesetzt. Das Neue daran ist jedoch: wenn ein User das Plugin nicht installiert hat, kann er trotzdem angerufen werden und in Echtzeit das Plugin runterladen und video-telefonieren.

Eine kleine Anspielung an Google+ konnte sich Facebook-Gründer Mark Zuckerberg nicht verkneifen: “Wir denken, dass es besser ist ein soziales Ökosystem zu bilden, in dem kleiner Firmen eine Chance haben Software dafür zu machen. Wir stellen die soziale Infrastruktur zur Verfügung. Im Gegensatz zu anderen Internetfirmen versuchen wir nicht tausend Produkte auf einmal zu machen.”

 

 

4
Jul.11

google+ for business

Iwona Wisniewska

 

Brauch ich das für mein unternehmen?
Noch ist die Plattform in der Pre-Beta-Phase (also in einer semi-öffentlichen Testphase), daher ist die Reichweite noch nicht so groß. Aber grundsätzlich bietet Google schon eine beachtliche nationale wie internationale Userplattform – und diese User werden mehr oder weniger sanft von google apps, gmail, buzz und docs zu google+ weitergereicht.
Dass sie auch garantiert wiederkommen, dafür sorgt die neue Navigationsleiste, die auf allen google-Services am oberen Browserrand angezeigt wird:

 

Update 7. Juli 2011
Google hat ein Video veröffentlicht, in dem sie begründen, warum Unternehmen zur Zeit auf google+ noch nicht erwünscht sind und Profile von Unternehmen inaktiv gesetzt wurden:

Soll /Kann ich mir die URL meines Unternehmens schon reservieren?
Um die Vermeidung eines Evil Twins zu gewährleisten ist ein eigener Unternehmensaccount sicher von Vorteil. Wie man damit in weiterer Folge umgeht, ist aber noch nicht abzuschätzen. Um eine URL zu reservieren, reicht es ein Profil mit einer Gmail Adresse anzulegen, die den Unternehmensnahmen trägt. Im Falle von Digital Affairs wäre eine “digitalaffairs at gmail dot com” Adresse mit einer URL verbunden, die so aussieht: http://profiles.google.com/digitalaffairs. Diese URL ist momentan nur jene, die man im Google Profil verwendet und diese leitet auf google+ weiter. Es ist vorstellbar, dass sich auch das bald ändern wird und die Zahlenkombinationen aus den URL-Leisten verschwinden werden und stattdessen durch Namen ersetzt werden.
Update: Laut The Next Web wurde von google bereits zugesichert, dass in naher Zukunft Vanity URLs kommen werden. Wer nicht so lange warten will, kann sich mit dem Behelfstool gplus.to einstweilen eine Vanity URL basteln.

 

Gibt es Unternehmensseiten auf google+?
Noch gibt es für Unternehmen keine eigenen Seiten. Gerüchten zufolge plant Google aber diese bald einzuführen. Dabei weiß man aber leider weder wie diese aussehen werden noch welche Krtierien Unternehmen erfüllen müssen, um solch eine Page zu bekommen.
Da leider noch keine Details dazu bekannt sind, ist auch schwer hervorzusagen welchen Nutzen eine solche Page auf Google+ für den User als auch für das Unternehmen haben wird. Abzuwarten und zu hoffen ist, ob sich Google+ hier anders als Facebook positioniert.

Einbau des +1 buttons
Obwohl das “plussen” eines Artikels oder einer ganzen Website bis jetzt nur im Google-Profil unter einem eigenen Reiter sichtbar ist, ist durchaus denkbar, dass Google in Zukunft – ähnlich wie Facebook – die “geplusten” Artikel unmittelbar im Stream sichtbar macht. Deshalb macht es jetzt schon Sinn einen +1 Button in seinem Blog oder auf seiner Website einzubauen.
Für WordPress-User geht dies ganz einfach mit dem Plugin “Google +1”, der dann unter jedem Artikel erscheint. Will man den Button aber noch in seine Sidebar oder andere statische Elemente einer Website einbauen, kommt man um den Code nicht herum: auf der Webmaster-Seite von Google kann man sich den Code zum +1 Button ganz einfach holen. Dabei kann man den Button sprachlich als auch designtechnisch anpassen.

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