22
Mar.11

Facebook Deals – Geomarketing goes Facebook

Iwona Wisniewska

Mit dem Launch von Facebook Places ist es dem Facebook-User seit kurzem möglich, sich an Orten einzuchecken. Ähnlich wie bei Foursquare, Gowalla und anderen Location Based Services kann man seinen Freunden mitteilen, wo man sich gerade befindet. Damit verbunden haben Unternehmen die Möglichkeit an ihren Standorten bestimmte Angebote für die User anzubieten. Auf Foursquare werden diese “Specials” genannt. So kann man zum Beispiel als Mayor von einem bestimmten Ort ein Gratisgetränk erhalten oder bei Hinterlassen eines Tipps ein kleines Geschenk bekommen. Facebook möchte dies nun auch aufgreifen und hat dafür den Dienst “Facebook Deals” ins Leben gerufen, um dem Trend zu folgen. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: beim Check-In und der Inanspruchnahme eines Angebots werden alle Freunde darüber informiert, da der Check-In auf der Pinnwand erscheint. Damit startet Facebook seinen eigenen Rabatt-Angebots-Dienst und will nicht nur Traffic für Groupon oder DailyDeal produzieren.

Facebook Deals wird ausschließlich für Smartphones relevant sein, da es ortsbezogen ist. Im Gegensatz zu Foursquare wird ein Angebot bei Facebook Deals allerdings erst dann angezeigt, wenn man sich bereits eingecheckt hat. Dabei erfährt der Freundeskreis, wo man gerade ist und was es dort zu holen gibt. Noch ist Facebook Deals für Unternehmen kostenlos. Die Frage ist allerdings, wie lange noch. Denn irgendwann wird sich auch Facebook an den Rabattaktionen beteiligen wollen.

Bei Facebook Deals wird man als Unternehmen die Möglichkeit haben vier verschiedene Angebote zu erstellen. Dazu muss man allerdings erst das Unternehmen für sich beanspruchen. Checkt man sich mit seinem Smartphone an einem Ort ein, erscheint dies auf der Pinnwand. Klickt man jenen Ort an, gibt es anschließend die Möglichkeit den Ort zu claimen.

Anschließend muss man Facebook bestätigen, dass das Unternehmen auch wirklich einem gehört. Dazu ist eine firmenrelevante Firmen-Emailadresse notwendig und ein Dokument, das einen als Eigentümer identifiziert (zB. eine Stromrechnung, eine Telefonrechnung, etc.).

Hat Facebook alles bestätigt, hat man anschließend beim Launch von Facebook Deals (noch kein Datum für Österreich bekannt) die Möglichkeit ein Angebot an diesem Ort zu erstellen. Dabei kann man aus vier Arten von Angeboten auswählen:


1. Single
Individuelles Angebot: hierbei wird jedem Check-In ein Angebot zugesprochen. Ein Beispiel dafür wäre: jeder Check-In bekommt einen 10% Rabatt auf den gesamten Einkauf. Oder: bei jedem Check-In bekommt man ein Getränk gratis.

2. Friends
Freundschaftsangebot: hier muss man sich mit einer bestimmten Anzahl von Freunden gleichzeitig einchecken, um das Beispiel in Anspruch nehmen zu können. Beispiel: checken sich drei oder mehr Freunde gleichzeitig in einem Restaurant ein, bekommt die ganze Gruppe eine Flasche Wein geschenkt.

3. Loyalty
Treueangebot: nach einer bestimmten Anzahl an Besuchen bekommt man eine Vergünstigung. Zum Beispiel: beim 10. Check-In bekommt man ein Geschenk im Geschäft.

4. Charity
Wohltätigkeitsangebot: dem User und dem Unternehmen wird eine Wohltätigkeitsaktion zugeschrieben. Beispiel: für jeden Check-In spendet ein Unternehmen zwei Euro an eine Wohltätigkeitsorganisation.

Was tun bei Misbrauch? Da die Geo-Erkennung relativ engmaschig ist und man sich über einen bestimmten Radius hinaus nicht einchecken kann, wird das Problem relativ klein gehalten. Zudem besteht laut Facebook nicht der Anreiz für einen Misbrauch, da der Laden ohnehin betreten werden muss, um den Gutschein einzulösen. Die Engmaschigkeit der Geo-Daten rührt von der Genaugikeit der Smartphones: diese senden nicht nur ihre Position, sondern auch einen Wert für die Genauigkeit der Messung in Form eines Radius.

Man darf also nicht nur gespannt sein, wieviele Unternehmen in Österreich auf den Zug aufspringen werden, der sich mit Sicherheit lohnt, sondern wie bestehende Geo-Dienste wie Foursquare, Gowalla und Co. darauf reagieren werden.

9
Mar.11

Facebook Statistiken für Websites in Echtzeit

Iwona Wisniewska

Die beliebten Social Plugins von Facebook, die gerne auf Websites benutzt werden, haben ein Update bekommen. Facebook ermöglicht es so, einen besseren Einblick darüber zu geben, wie andere mit dem eigenen Content interagieren. Somit kann man die eigene Website optimieren. Das setzt natürlich voraus, dass man Facebook Insights auf der eigenen Website integriert hat.

Der Like Button

Der Like Button auf der Website und auf Facebook kann jetzt besser analysiert werden. Facebook verwendet dafür anonymisierte Daten, um anzuzeigen, wie oft andere den Like button gesehen und angeklickt haben. Diese Echtzeitdaten helfen dabei die Auswirkungen der Positionierung des Like buttons zu analyiseren.

Facebook Comments

Ähnlich wie beim Like button wird hier angezeigt, wieviele Leute die Kommentarbox gesehen haben, wieviele kommentiert haben und diese Kommentare dann auf Facebook gesehen wurden und anschließend auf die Website gegangen sind.

Beliebte Seiten

Hier werden die Top 100 Seiten angzeigt, die von Menschen geliked, kommentiert oder geteilt wurden. So ist es dem Webseiten-Betreiber möglich zu erkennen, welcher Content am besten ankommt.

Demografie

Das interessanteste Feature ist vermutlich die demografische Aufbereitung der Interaktionen – anonymisiert versteht sich. Geschlecht, Alter, Land und Sprache können so abgeschätzt werden ohne persönliche Informationen preiszugeben.

 

Sharing

Auch Websites, die keine Social Plugins benutzen, können jetzt besser analysiert werden. Eine Statistik, wie oft Links auf Pinnwänden und Statusupdates geshared wurden, sind jetzt einsehbar. Diese Funktion muss man allerdings freischalten, indem man “Statistiken für Deine Website” freischaltet.

Dann bekommt man in der Ansicht “Organic Share” folgende Statistik:

 

Conclusio

Für Social Media bedeuten die neuen Insights, dass es ab jetzt einen professionellen Zugang gibt Engagement auf der Website messbar zu machen. Aktionen bei Kampagnen können endlich besser bewertet werden und Rückschlüsse auf deren Erfolg gezogen werden. Die demografische Auswertung und das Anzeigen der Shares sind ein neues Feature, um festzustellen: was hat wenig bzw. viel gebracht? Wie sieht die Altersverteilung aus? Aus welchen Ländern kommen meine “Liker” und welche Inhalte haben ihnen am besten gefallen? Facebook hat somit den ersten Schritt zur Professionalisierung des Engagement-Messens gemacht.

1
Mar.11

40.000 Twitter-User in Österreich

Iwona Wisniewska

Der Social Media Radar, der vor einigen Monaten von uns ins Leben gerufen wurde, wird ständig von uns beobachtet, um die Zahlen rund um Facebook, Twitter und Foursquare im Auge zu behalten. Heute können wir mit Freude verkünden: Twitter hat erstmals die 40.000 Account-Grenze in Österreich erreicht. Der stetige Anstieg an Accounts auf insgesamt 40.322 kann anhand unserer Grafiken abgelesen werden: in der Kalenderwoche 23 des Vorjahres (7.6. – 13.6.2010) gab es in Österreich “gerade einmal” 25.199 Accounts.

Heute, in der Kalenderwoche 9 2011, haben wir 15.123 Accounts mehr, was einem Anstieg von 60,01% entspricht. Vor 38 Wochen waren noch 0,3% der österreichischen Bevölkerung auf Twitter, heute sind es 0,48%. Betrachtet man nur jene, die einen Internetanschluss in Österreich haben (5.9 Mio.), so sind es seit kurzem sogar 0,68% aller Internetnutzer. Und es scheint nicht aufzuhören, denn die Tendenz steigt nach oben, wenn auch langsam.

Die Anzahl der Aktiven Accounts ist um ca. 4000 gestiegen. Das bedeutet in etwa, dass jeder dritte bis vierte neu dazugekommene Account (seit KW 23) auch wirklich aktiv ist.

Da der Social Media Radar immer wieder als Quelle herangezogen wird, um zu veranschaulichen, wie “unwichtig” Twitter eigentlich ist, sollte man dabei aber folgendes bedenken: Im Gegensatz zu den USA, wo Twitter ein Celebrity-Medium ist und hauptsächlich dazu dient Stars wie Ashton Kutcher (einer der Twitter-Pioniere), Lady Gaga und Justin Bieber zu verfolgen, wird Twitter in Österreich hauptsächlich für politische und unternehmerische Zwecke verwendet. Dass das eine rein österreichische Entwicklung ist, wird auch klar, wenn man sich das Twitter Ranking genauer ansieht. Immer mehr Journalisten nutzen Twitter als Medium, um an die breite Öffentlichkeit zu treten. Mit Facebook funktioniert das aufgrund der Privatsphären-Einstellungen nicht so einfach. Mit anderen in Kontakt zu treten funktioniert auf Twitter viel einfacher. Diese Hemmschwelle der “Freundschaftsanfrage” fällt hier weg. Twitter ist in Österreich also primär das Medium der Meinungsmacher.

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