Die neue Gowalla API
Hoch im Kurs stehen sie, die Location Based Services. Die zwei bekanntesten und auch erfolgreichsten sind hier Gowalla und Foursquare. In wenigen Tagen wird die Veröffentlichung der neuen Gowalla API erwartet, welche einige Vorteile mit sich bringen wird. Gowalla bietet bereits jetzt einige Möglichkeiten, die über den bloßen Check-in hinausgehen.

Die einzelnen Standorte, an denen man eincheckt, nennt man bei Gowalla Spots. Für jeden Spot, den man besucht, erhält man einen Stamp. Durch verschiedene Kombinationen der Check-Ins (möglichst viele, verschiedene, bestimmter Zeitraum, usw.) erhält man Pins. Zum Beispiel den Ranger Pin, wenn man an 25 verschiedenen Spots eingecheckt hat. Befindet man sich an einem Ort, der noch nicht eingetragen ist, kann man das selbst tun und wird somit zum Commissioner. Des Weiteren kann man auch Trips gestalten. Dazu sucht man sich einen Namen für den Trip aus und alle Spots, die man auf diesem Trip besuchen muss. Zum Beispiel der Trip “Sehenswüridgkeiten” enthält die Spots Stephansplatz, Riesenrad, Albertina und Hofburg. Hat man all diese Spots besucht, ist der Trip completed und man bekommt einen netten Pin dafür. Interesssant sind auch die Items. An jedem Spot kann es sein, dass man ein Item findet. Das sind meist irgendwelche Gegenstände wie ein Blumentopf, ein Stift oder ein Skateboard. Diese Items werden dann im Rucksack gesammelt. Im Rucksack können maximal 10 Items gesammelt werden. Findet man also ein interessantes Item und der Rucksack ist voll, muss man erst ein Item an dem Spot hinterlassen, um das nächste aufsammeln zu können. Im Vault (Tresor) kann man dann über den Desktop die Items sammeln. Gowalla bietet auch an, den Check-In mit einem Foto und einer Message über den gerade besuchten Ort zu versehen.
Die Vorteile der neuen API
Die wesentlichste Neuerung besteht darn, dass die Gowalla API auch schreibfähig sein wird. Das bedeutet, vereinfacht gesagt, dass es über Gowalla möglich sein wird, neuen Content wie Bilder oder Standorte über die API hinzuzfügen anstatt wie bisher nur Daten aus dem Programm hinaus zu ziehen. Die API macht das System insgesamt flexibler und erweitert die Funktionalität, denn bestehende Dienste können unkompliziert und schnell mit Gowalla verbunden werden. Für Unternehmen soll es damit in Zukunft einfacher werden, mit Gowalla zu kooperieren. Bisher waren Kooperationen auf diesem Gebiet langwierig und sehr kostspielig, da für das Einbinden kleiner Dienste das halbe System umgekrempelt werden musste. Vorstellbar wären interessante Kooperationen mit der Gastronomie, die für das Einchecken in einer bestimmten Lokalität Pins einbringt, die wiederum in Gutscheine oder Rabatte umgewandelt werden können. Der Kreativität wären in diesem Bereich keine Grenzen mehr gesetzt.
Der Launch der neuen API lässt außerdem hoffen, sich bald gleichzeitig bei mehreren Location Based Services einchecken zu können, eine sogenannte Multi Check-in App. Das würde auch bedeuten, den jeweiligen Standortd der Freunde App übergreifend sehen zu können.
Gowalla rüstet auf
Co-Gründer Josh Williams hat neben der neuen API auch eine Reihe anderer Neuerungen für Gowalla angekündigt. Der erste Schritt werden die personalisierten Passports sein. Der Passport eines jeden Gowalla Users ist die Seite, auf der Spots, Stamps, Pins, Trips und die Freunde angezeigt werden. Dieser Passport kommt vorerst noch im einheitlichen Standarddesign daher, soll aber bald mit der persönlichen Note versehen werden können. Die Screenshots zeigen neue Hintergründe und individuelle Farbeinstellungen. Vorerst gibt es dieses Feature nur für Partnerfirmen, doch es soll in Kürze für alle User freigesschalten werden.
Bildcredit: http://techcrunch.com


4 Reaktionen auf “Die neue Gowalla API”
Bin schon gespannt! Bislang ist foursquare eindeutig besser, u.a. weil das Belohnungssystem besser ist: badges und specials, die – und das ist wesentlich – auch IRL zu Belohnungen führen können. Ausserdem gibt’s für location-owner Verwaltungs- und Statistiktools.
Nachtrag: noch lieber als eine Multi-Checkin-App wäre mir ein Multi-Checkin-Widget für die Homepage :-)
[...] Erzrivalen durchsetzen können. Nichtsdestotrotz arbeitet das Team weitherin an Neuerungen (z.B. einem umfangreichen API und selbst editierbaren Profilseiten). Vor Kurzem wurde nun ein neues Feature vorgestellt, das vor allem für Inhaber von Unternehmen [...]
[...] möglichen Anwendungen von Standortbezogenen Diensten sind noch lange nicht ausgereizt. Digital Affairs berichtet etwa über Neuentwicklungen beim Location-Dienst Gowalla und wie dieser mit anderen zusammen [...]