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GetGlue – Die Empfehlungsmaschine

Geo-location basierte Services wie Foursquare und Gowalla sind ja derzeit in aller Munde. Wer nicht weiß, was das ist: diese Dienste erlauben es den Usern anzugeben, wo sie sich gerade befinden. Für jeden dieser Check-ins gibt es Punkte, zusätzlich werden virtuelle Medaillen – sogenannte Badges oder Pins – verliehen.

Aber was, wenn ich meinen Freunden und Freundinnen auch mitteilen will, was ich gerade lese, esse, trinke, ansehe oder anhöre? Oder welche Bands, Filme, Musik oder Themen ich mag (oder auch nicht)? Nun, dafür gibt es GetGlue.

Ursprünglich ein Plugin für Firefox, ist GetGlue mittlerweile ein Service mit eigener Website, Profilen der User und sogar einer Applikation für das iPhone (an der Applikation für Android wird gerade gearbeitet). Die Basisfunktion ist leicht erklärt: Nach der Registrierung und der Installation des Plugins für Chrome, Firefox oder Internet Explorer, erscheint beim Besuch einer von GetGlue unterstützten Seite eine Leiste am unteren Bildrand. Unterstützte Dinge sind z.B. Bücher, Filme, Musik, Restaurants, Weine und durch die Integration von Wikipedia auch sogenannte Topics, das heißt alle Dinge die einen Eintrag auf Wikipedia haben. Auf dieser Leiste, der sogenannten “Gluebar”, lassen sich diese Dinge dann liken oder disliken, ein Konzept, das allen Usern von Facebook schon etwas vertraut sein sollte. Zusätzlich zeigt die Gluebar auch an, welche anderen User dieses Produkt schon besucht, geliked oder kommentiert haben.

Und obwohl diese Funktionalität allein schon ausreichen würde, GetGlue zum perfektesten Zeitfresser der Social Media Welt zu küren, hält der Service noch etwas für uns parat: Suggestions. Auf Basis der Aktivität der User, also welche Dinge mit Likes oder Dislikes versehen wurden, schlägt Getglue Usern vor, welche Dinge sie noch interessieren könnten. Sollten sie diese Dinge dann liken, werden wieder neue vorgeschlagen, etc. Nich zuletzt durch die Integration von Wikipedia ergibt sich da ein nie enden wollendes Spiel an Likes, Suggestions, Likes, Suggestions usw.

Ganz neu ist auch die Möglichkeit, sich einzuchecken. Das kann direkt über die Webseite gemacht werden, oder über die iPhone Applikation. Wer also gerade eine Episode von Dexter sieht, und dies mit seinen Freunden oder der Welt teilen will, kann das ganz einfach tun, und bekommt vielleicht sogar den Dexter Sticker verliehen! Sticker sind übrigens virtuelle Medaillen, die nach und nach für die unterschiedlichsten Dinge verliehen werden. Das hier sind einige davon:

Neben Stickern hat GetGlue auch noch ein weiteres Belohnungsmodell für sehr aktive User: Guru-Giveaways. Guru einer Sache wird man durch das Abgeben eines Kommentars, das Antworten auf Kommentare Anderer oder durch die Bewertung der eigenen Kommentare durch andere User. Einmal wöchentlich werden dann Bücher, CDs, DVDs oder Tickets für Kinofilme unter den Gurus verlost. Partner dabei sind diverse Verlage, TV- oder Filmstudios.

Und natürlich birgt GetGlue auch für Unternehmen so einiges Potential. Das Hinzufügen von Unternehmen an sich ist zwar noch nicht möglich, außer es handelt sich um Restaurants oder diverse Marken (was derzeit eben noch davon abhängig ist, ob diese Marken auch in der englischen Ausgabe der Wikipedia aufgeführt sind). Vorzeigebeispiel in Österreich ist hier das Restaurant Reisinger’s am Salzgries. Obwohl in Österreich noch vergleichsweise wenig Person registriert sind, ist um die Guru-Vorherrschaft des Restaurants bereits ein erbitterter Kampf ausgebrochen. Gerade dieser spielerische Umgang ist es auch, der schlussendlich das Identifizierungspotential der User voll ausschöpfen kann.

Wem das nun alles zu theoretisch war, der registriert sich am besten sofort, fügt andere User über die automatische Integration von Twitter und Facebook hinzu und beginnt seine Lieblingsalben, Lieblingsfilme, etc. zu liken. Kleiner Tipp noch: Wer keine Lust hat, seinen Twitter- und Facebookstream mit Nachrichten über neu erworbene Sticker zu spammen, nimmt in den Einstellungen besser die entsprechenden Häkchen weg.

2 Comments

  1. Peter Schneider -  15. Februar 2011 - 15:23

    Da scheint es jetzt auch was im deutschsprachigen Raum zu geben: mccheckin.com – aber leider noch nicht allzu viel zu sehen :(

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