Facebook vorm Toilettengang
Die neue Studie “What Women want from the Web Report” von Unicast behandelt das Thema Frauen im Internet. Am Häufigsten nutzen Frauen im Alter von 18-24 Jahren das Internet. Der Hauptgrund dafür ist der soziale Aspekt, 76 Prozent wollen so mit Freunden und Familie in Kontakt bleiben. Mehr als die Hälfte der Frauen wollen jedoch auch informiert bleiben oder Shops und Preise vergleichen. 59 Prozent suchen im Internet Unterhaltung durch Spiele, Musik und Filme. Knapp die Hälfte der Frauen wollen sich über Reisen informieren. Interessant ist auch, dass Frauen mit Kindern mehr Zeit online verbringen, als Frauen ohne Kinder.

Facebook vorm morgendlichen Toilettengang
Man könnte annehmen der erste Weg am Morgen führt ins Badezimmer. Doch laut einer Studie (von Oxygen Media and Lightspeed Research) checken 1/3 der Frauen, die zwischen 18-34 Jahre alt sind, am Morgen zunächst ihre Facebook Page, erst danach putzen sie sich die Zähne. 57 Prozent dieser Frauen führen mehr virtuelle Gespräche als persönliche. Ganze 39 Prozent würden sich sogar selbst als Facebook-süchtig bezeichnen.
Weitere Interessante Zahlen zur Nutzung von Facebook:
21% checken Facebook mitten in der Nacht.
63% nutzen Facebook zum networken.
42% denken es ist okay, Fotos von sich zu posten auf denen man betrunken ist.
79% finden es okay, Fotos zu posten auf denen man jemanden küsst.
58% nutzen Facebook um ein Auge auf RivalInnen zu haben.
50% finden es okay, mit ihnen unbekannten Personen befreundet zu sein.
Sie zeigen sich offen und finden es okay, Unbekannte als Freunde zu adden.
Im Gegenzug dazu meinen jedoch auch 89% der Frauen zwischen 18-24 Jahren, dass man niemals Fotos auf Facebook posten sollte, die man den eigenen Eltern nicht zeigen würde. Was nun wirklich gemacht und eingehalten wird, ist fraglich.
Facebook als Dating-Plattform?
Durch Facebook können Frauen mit Freunden in Verbindung treten, aber auch RivalInnen beobachten und neue Leute kennenlernen, vorwiegend Männer. Facebook hat unser Dating-Verhalten verändert. Die Häfte der Frauen findet es okay sich mit Männern zu verabreden, die sie über Facebook kennengelernt haben, bei Männern sind es sogar 65 Prozent. Auch innerhalb von Beziehungen spielt Facebook eine Rolle: Fast die Hälfte der Frauen finden es okay, das Facebook-Konto ihres Freundes zu kontrollieren, bei den Männern ist diese Zahl etwas niedriger. Auch das Beziehungsende wird immer öfter über Facebook kommuniziert: 9 Prozent der Frauen haben über Facebook Schluss gemacht, bei den Männern sind es ganze 24 Prozent. Wirklich okay finden dies jedoch nur 9 Prozent der Frauen. Vielleicht dann doch per Post-it?
Prozente, Gewinnspiele, Umfragen; Werbung für Frauen
Doch das Internet hat noch mehr zu bieten: Werbung.
Laut einer Studie sind Frauen zwischen 18-24 Jahren empfänglicher für Werbung als der durchschnittliche Internetuser. Ganze 62% bemerken und/oder interagieren mit Werbung. Sie haben vor allem Interesse an Umfragen, Lokalem und herunterladbaren Inhalten. Ganz vorne dabei sind Rabatt-Codes und Gewinnspiele.
Folgende Produkte werden von Frauen am ehesten wahrgenommen: Unterhaltung, Essen oder Beauty-Produkte, Kleidung und Fashion, Reisen und Spiele. Frauen bemerken vor allem jene Produkte, für die sie sich bereits interessieren.
7 Reaktionen auf “Facebook vorm Toilettengang”
Interessante Geschichte. Mann wie Frau kann ja an sich selbst sehr gut beobachten, wie Facebook in den Alltag eingreift oder nicht. ;)
Wie gut, dass schlechter Atem nicht per Web übertragen wird.
@Jana hoffen wir, dass das so bleibt:)
Also ich glaube da waren die Leute nicht ehrlich. Facebook wird vermutlich eher “während” der Sitzung am Klo verwendet :-) #smartphones
Ich kann es mir auch eher vorstellen, dass man während dem Toilettengang via Smartphone die News auf Facebook überprüft. Wenn man ganz ehrlich ist, muss man nämlich zugeben, dass nahezu jeder Smartphone-Besitzer das bereits gemacht hat :D
@anne agree:))
AU weia!!
na dann wundern wir uns nicht allzusehr, wenn bei der nächsten Bewerbung, beim nächsten MitarbeiterInnen-gespräch, beim nächsten Betriebsausflug, Menschen Sachen über uns (zu) wissen (glauben), die wir selber (noch) nicht wissen – vielleicht die baldige Entlassung…
Die www-liche Selbst-Entäußerung kann insbesondere am Arbeitsplatz böse Blüten treiben. Lesetipp: http://blog.gpa-djp.at/arbeitundtechnik/2010/07/01/und-wie-blogst-du-neulich-im-bat/