27
May.10

Barcamp Vienna 2010

Dieses Wochenende ist es wieder mal so weit. Wie schon Mitte März an dieser Stelle angekündigt, findet am 29. und 30. Mai ein weiteres Barcamp in Wien statt, bei dem neben dem Hauptsponsor Microsoft Austria unter anderem auch wir, Digital Affairs, Mitsponsor sind!

Ausgetragen wird das Barcamp in den Microsoft Headquarters, Am Euro Platz 3, im 12. Bezirk. Die Teilnahme am Barcamp ist wie immer kostenlos, für Kurzentschlossene hier noch mal der Link zur Anmeldung.

Da es in der Natur eines Barcamps liegt, dass Themen nicht fix vorgegeben werden, hat jede/r TeilnehmerIn die Möglichkeit, Vorschläge für Vorträge selbst einzutragen. Mittlerweile findet sich auf der dazugehörigen Seite schon eine stolze Liste breitgefächerter Themenbereiche, die sich von der Verknüpfung von Mode und Web2.0 über dein Einfluss der mp3 auf die Arbeit von Djs bis zu Informationen zu den Neuerungen von HTML5 erstrecken.

Und unser eigener Gerald Bäck wird einen Vortrag über Reichweitenmessung und Relevanz auf Twitter abhalten.

Zu guter Letzt auch noch mal die Hard Facts, damit auch alle hinfinden:

Barcamp Vienna
29. und 30. Mai 2010, ab 9.30 Uhr
Microsoft Headquaters
Am Euro Platz 3, 1120 Wien


Größere Kartenansicht

Bis dann!

21
May.10

Wenn Windeln für Wirbel sorgen

Der Konzernriese Procter&Gamble hat momentan einen schweren Stand in den Weiten des Webs.

Angefangen hat alles als sich Anfang Mai besorgte Eltern aus dem nordamerikanische Raum auf Facebook zusammen fanden und über neue Windeln mit der Dry-Max Technologie austauschten. Wie Erfahrungsberichten, z.B. in dieser oder dieser Gruppe, zu entnehmen ist, sorgten diese neuen Windeln der Marke Pampers, die im Besitz von Procter&Gamble ist, zu teils heftigen Ausschlägen bei Säuglingen.

"Recall Dry Max Diapers" Facebookgruppe

"Recall Dry Max Diapers" Facebookgruppe

Am 6. Mai, einige Tage nach den ersten Vorwürfen besorgter Eltern, reagierte die PR-Abteilung von Pampers schließlich und schickte eine Pressemeldung aus, in welcher zwar das Mitgefühl mit den betroffenen Personen ausgedrückt wurde, allerdings auch klar gestellt wurde, dass alle Behauptungen, die Windeln seien Grund des Übels, falsch seien:

For a number of weeks, Pampers has been a subject of growing but completely false rumors fueled by social media that its new Dry Max diaper causes rashes and other skin irritations. These rumors are being perpetuated by a small number of parents, some of whom are unhappy that we replaced our older Cruisers and Swaddlers products while others support competitive products and the use of cloth diapers. Some have specifically sought to promote the myth that our product causes ‘chemical burns.’

Die Pressemitteilung löste größte Empörung unter den Betroffenen aus, die in einer am 11. Mai in den USA eingebrachte Sammelklage gegen Procter&Gamble gipfelte.

Natürlich ist es momentan nicht möglich mit Sicherheit zu sagen, welche der beiden Seiten Recht hat. Während die Eltern der betroffenen Kinder davon überzeugt sind, dass die neuen Windeln die Schuld an den Ausschlägen tragen, hält Procter & Gamble mit Aussagen der entsprechenden medizinischen Fachpersonen dagegen.

Was allerdings unbestritten ist, ist die völlig falsche Reaktion des Unternehmens auf die Vorwürfe. Gerade ein Unternehmen wie Procter & Gamble, das sicherlich über die entsprechenden Ressourcen verfügt, hätte sich nicht über eine Pressemeldungen an die besorgten Eltern wenden sollen. Während der Konzern in den Facebook-Gruppen eine Bedrohung sah, hätten sie diese als Chance wahrnehmen müssen.

Pampers verfügt zwar über eine eigene Facebook Page, nutzt diese aber vornehmlich für Wohlfühlgespräche über Mutterschaft. Einen Dialog mit KundInnen über tatsächliche Probleme aufzubauen war da anscheinend nicht mehr drin.

14
May.10

Facebook: Neues Tool zur Zugriffskontrolle

Wie Facebook gestern verlautbarte, steht den UserInnen nun ein neues Tool zur Verfügung, das im Fall eines Fremdzugriffs Warnungen per SMS oder EMail verschickt. Der Grund für die Entwicklung eines solchen Tools ist die wohl berechtigte Angst vieler UserInnen vor Zugriffen auf das eigene Facebookkonto durch Dritte.

Zu dem Tool gelangt man über “Konto >> Kontoeinstellungen”, und wie auf dem unteren Screenshot zu sehen, befindet sich das Tool unter der Rubrik “Kontosicherheit”:

Nach der Aktivierung können die UserInnen zuerst die Computer registrieren, von denen regelmäßig auf Facebook zugegriffen wird. Damit soll verhindert werden, dass Facebook bei jedem Login vom eigenen Computer diesen fälschlicherweise als Fremdzugriff wertet. Dabei können so viele “erlaubte” Computer angegeben wie es das Herz begehrt.

Wenn nun in Zukunft von anderen, nicht registrierten Computern, auf das eigene Facebookkonto zugegriffen wird, werden die UserInnen per SMS oder Email benachrichtigt. Diese Nachrichten beinhalten auch gleich die nötigen Schritte um das momentane Passwort zu ändern, was im Falle einer tatsächlichen Kompromittierung des Kontos der erste Schritt zur Behebung sein sollte.

Ein kleiner Hinweis noch bezüglich der als vertrauenswürdig eingestuften Computer: die Informationen, ob auf dem jeweiligen Computer der Zugriff erlaubt ist, werden in Form kleiner Textdateien, Cookies, im Browser abgespeichert. Da es immer wieder mal vorkommen kann, dass Cookies wieder gelöscht werden, muss der entsprechende Computer dann neuerlich als vertrauenswürdiger Computer aktiviert werden.

12
May.10

Best Practice der Krisenkommunikation

Vorneweg: Weder will noch kann ich beurteilen, wie gut oder schlecht „physikalisch“ mit der Deepwater Horizon-Katastrophe im Golf von Mexico umgegangen wird und wie sich so eine Tragödie verhindern lässt.

Aber kommunikationstechnisch sind BP und Konsorten am Puls der Zeit. Ölkonzerne haben spätestens seit Exxon Valdez gelernt, dass “Kopf in den Sand stecken” nichts nützt. Und in Zeiten von Web 2.0 ist Vertuschen ohnehin nicht möglich und somit kontraproduktiv. Also treten die Verantwortlichen aktiv an die weltweite Öffentlichkeit: Auf der Seite www.deepwaterhorizonresponse.com, der offiziellen Informationsseite zum Vorfall, sind alle involvierten Unternehmen und Ämter beteiligt, alle Informationen, Bilder, Videos, Presseaussendungen, FAQs etc. gebündelt (schon wenige Stunden nach dem Vorfall war eine Vorgängerseite mit allen aktuellen Infos online). Damit erlangen die beteiligten Informationshoheit und verhindern soweit wie möglich Verwirrung und Gerüchte.

Zusätzlich werden alle aktuellen Kommunikationstools genutzt: Twitter (3.600 Follower), Facebook (über 17.000 Fans), RSS Feeds und Flikr werden angeboten und vor allem ständig aktuell gehalten.

Jetzt bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen nicht nur in puncto Kommunikation auf der Höhe sind – das Ganze spielt sich ja leider nicht im Web ab, sondern in realiter.

11
May.10

Jetzt auch mit Reaktionen

Nur kurz etwas in eigener Sache: Wir verfügen jetzt auch über eine eigene Seite, die Erwähnungen von Digital Affairs in der Presse, auf Blogs und im TV gesammelt darstellt. Einfach hier oder oben auf “Reaktionen” klicken.

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